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Steuern: Bürgermeister von Cupertino kritisiert die Macht von Apple

Apple wolle keinen Cent für die Stadt Cupertino zahlen, wo der Konzern seinen Hauptsitz habe, kritisiert Bürgermeister Barry Chang. Er will eine höhere Steuer für große Unternehmen durchsetzen - doch der Stadtrat fürchte sich vor Apple.
/ Achim Sawall
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Apple-Logo am Firmensitz in Cupertino (Bild: AFP/Getty Images)
Apple-Logo am Firmensitz in Cupertino Bild: AFP/Getty Images

Cupertinos Bürgermeister Barry Chang kritisiert, dass Apple kaum etwas für seinen Konzernstandort tue. Chang fordert laut einem Bericht der britischen Tageszeitung Guardian(öffnet im neuen Fenster) , dass der Konzern 100 Millionen US-Dollar Steuern für die Infrastruktur von Cupertino zahle, einem 60.000 Einwohner-Ort im Silicon Valley.

Nach offiziellen Angaben zahlte Apple von 2012 bis 2013 Steuern in Höhe von 9,2 Millionen US-Dollar in Cupertino, das sind 18 Prozent des Gesamthaushaltsplans der Stadt. Konzernchef Tim Cook bekam genau diesen Betrag im Jahr 2014 als Vorstandschef ausgezahlt. Der Konzern hat 181 Milliarden US-Dollar im Ausland angesammelt.

"Apple ist nicht bereit, einen Cent zu zahlen" , sagte Chang. "Sie machen Gewinn, und sie sollten die Verantwortung für unsere Stadt teilen, aber das werden sie nicht." Chang will eine Steuer, derzufolge Unternehmen mit über 100 Beschäftigten 1.000 US-Dollar pro Mitarbeiter zahlen müssten.

Keine Mehrheit für Besteuerung

"Wir sind ein Zentrum für Technologie, und unser öffentliches Nahverkehrssystem ist so alt, dass es peinlich ist" , betonte Chang. "Und die Politiker haben kein Rückgrat. Sie haben Angst."

Für eine Besteuerung von Apple finde er keine Mehrheit: "Das ist amerikanische Politik in dieser sogenannten Demokratie" , sagte Chang. "Apple ist eine so große Firma. Die Ratsmitglieder wollen sie nicht verärgern. Apple spricht mit ihnen, und sie werden nicht gegen Apple stimmen. So sind die Tatsachen."

Auch wenn Apple im vergangenen Quartal weniger Gewinn und Umsatz machte, ist der Konzern extrem profitabel: Niemand sonst mache auch nur ansatzweise so viel Gewinn, verteidigte Cook den Konzern gegen Kritiker.


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