Steuereintreiber: Sachsen fahndet mit KI nach Kryptogewinnen

Das Bundesland Sachsen wird künftig mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) sowie speziell entwickelter Software Steuerhinterziehung beim Handel mit Kryptowerten bekämpfen. Das gab Finanzminister Christian Piwarz (CDU) am 12. November 2025 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .
Gemeinsam entwickelten die Hochschule Mittweida unter der Leitung von Professor Andreas Ittner, IT-Experten der Sondereinheit Risikoprüfung beim Landesamt für Steuern und Finanzen sowie der Steuerfahndung eine Software, mit der sich Transaktionen mit Kryptowerten nachverfolgen und analysieren lassen. Die Software wird laufend fortentwickelt.
Ziel sei es, Steuerfahnder bei der Ermittlung der Transaktionen von Kryptowerten zu unterstützen, "um Finanzkriminalität wie Steuerhinterziehung oder Geldwäsche aufzudecken" , sagte Piwarz. "Damit ist auch die klare Botschaft verbunden, dass sich Steuerhinterziehung durch den Handel mit Kryptowerten nicht lohnt. Die Steuerfahndung wird widerrechtliches Handeln ohnehin entdecken."
Wann muss ich Kryptogewinne versteuern?
Wird Kryptowährung innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung verkauft, müssen die Einkünfte in der Steuererklärung angegeben werden.
Die neu angeschaffte kommerzielle Software ermöglicht, Transaktionsdaten aus verschiedenen Wallets und Handelsplattformen strukturiert aufzubereiten und für die Steuerfahnder zu identifizieren.
Die schwedische Plattform Divly, die Steuerdienstleistungen für Kryptoinvestoren anbietet, erklärte im April 2023 , dass weltweit nur wenige Besitzer von Kryptowährungen ihre Gewinne den zuständigen Steuerbehörden meldeten. Deutschland rangiert mit 2,63 Prozent auf dem vierten Platz, Österreich mit 2,75 Prozent auf dem Dritten. Den zweiten Platz belegt Australien mit 3,65 Prozent. Kanada und die Vereinigten Staaten lagen mit knapp über 1,6 Prozent im Mittelfeld der 24 untersuchten Länder. Der Durchschnitt liegt bei 0,5 Prozent.



