Sterne und Planeten: Stündliches Radiosignal aus dem Weltall bleibt ein Mysterium

Forscher stellen sich die Frage, wo das Signal aus dem Weltall herkommen könnte. Es wirft zudem Fragen zu Neutronensternen auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Radiowellen können von allen möglichen Objekten im Weltall stammen. Wahrscheinlich ist es hier ein Neutronenstern.
Radiowellen können von allen möglichen Objekten im Weltall stammen. Wahrscheinlich ist es hier ein Neutronenstern. (Bild: Pixabay.com/Pixabay-Inhaltslizenz)

Wissenschaftler der University of Sydney haben ein ungewöhnliches Signal aus dem Weltall aufgefangen. Die Radiowellen scheinen sich regelmäßig in einem stündlichen Intervall zu wiederholen. Es stellen sich da mehrere Fragen: Warum ist das so? Und wo kann ein solches Signal herkommen? Ein wissenschaftliches Paper von Dr. Manisha Caleb und Kollegen soll für Aufklärung sorgen. Allerdings kann sich das Team das Phänomen aktuell noch nicht vollständig erklären.

Dabei handelt es sich mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit nicht um Aliens. Solche mysteriösen Signale werden auch oft schnell rotierende flüchtige Radioquellen genannt. Sie stammen von sich sehr schnell drehenden Neutronensternen. Durch ihre Drehung senden sie Signale aus, die von Instrumenten auf der Erde aufgenommen werden können. Normalerweise handelt es sich allerdings um Stöße im Sekundentakt, da sich entsprechende Sterne ebenso schnell drehen.

In diesem speziellen Fall scheint es einen Neutronenstern zu geben, der für eine Drehung eine Stunde braucht. "Kein anderer Neutronenstern aus bisher mehr als 3.000 entdeckten wurde bisher als so langsam drehend eingestuft", heißt es in der Pressemitteilung der University of Sidney. Aufgenommen wurde das Signal mit dem Askap-Radioteleskop, das einen großen Teil des Himmels abdecken kann.

Neutronenstern oder doch weißer Zwerg?

"Wir überwachten gleichzeitig eine Gammastrahlenquelle und suchten nach einem schnellen Radioblitz, als ich dieses Objekt langsam in den Daten aufblitzen sah", sagt Wissenschaftler Dr Emil Lenc, der als Co-Autor an dem Paper mitarbeitete. Die Neutronensterntheorie ist dabei nicht sicher. Normalerweise drehen sich solche Himmelskörper, die aus sterbenden Sternen hervorgehen, absurd schnell.

Zudem kann das Signal wohl in drei distinkte Subsignale unterteilt werden, die wohl vom selben Himmelskörper stammen. Mithilfe eines weiteren Teleskops, dem Meerkat-Radioteleskop in Südafrika, konnten diese Unterschiede festgestellt werden. Daher kommt eine weitere Erklärung infrage: Es könnte sich hier um ein Objekt handeln, das Teil eines binären Sternensystems ist. Dies könnten etwa ein weißer Zwerg und ein Neutronenstern oder zwei weiße Zwerge sein.

Weitere Forschung wird nötig sein, um das mysteriöse Signal einer definitiven Quelle zuordnen zu können. "Das könnte uns sogar dazu veranlassen, unser jahrzehntealtes Verständnis von Neutronensternen und weißen Zwergen zu überdenken", sagt Dr. Caleb.

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dbettac 10. Jun 2024

Viel wahrscheinlicher ist, dass der Neutronenstern irgendwie taumelt, und die meisten...

Prypjat 10. Jun 2024

Wenn das so gehen würde, hätten wir heutzutage schon die ersten Onaniekraftwerke. ^^

JouMxyzptlk 09. Jun 2024

Ja und? Solche Pulsare gibt es zu reichlich! Schau mal nach Black Widow Pulsar. Über 700...

M.P. 08. Jun 2024

Für das Ausformulieren war es noch zu früh....


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