Straße der Besten

Das bedeute aber nicht, dass es auch Jahre später keinen Ort des Gedenkens mehr geben dürfe, sagt Groß. "Wenn jemand zum Grab geht, dann ist es in Ordnung. Ich habe immer wieder Leute bei mir in der Therapie, die sich seit Jahren nicht an das Grab eines Verstorbenen getraut haben. Zu denen sage ich, dass sie ganz bewusst dorthin gehen sollen - um zu verarbeiten."

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Vielleicht hilft bei der Bewältigung der Onlinefriedhof Straße der Besten. Die Website hat seit ihrem Start vor fünf Jahren über 23 Millionen Besucher. Fast 23.000 Grabstätten wurden dort bereits angelegt - religionsübergreifend. "Mama, ich vermisse Dich so <3", steht unter einem Grab auf dem muslimischen Teil des Onlinefriedhofs.

Ein Bild des Verstorbenen gibt es nur bei einigen Einträgen. Immer gibt es aber die Möglichkeit, sich im Kondolenzbuch des Toten zu verewigen, die Gedenkstätte per E-Mail weiterzuempfehlen oder dem Verfasser des Eintrags eine Nachricht zu senden.

QR-Codes auf Grabsteinen

Das Angebot des Kölner Steinmetzmeisters Andreas Rosenkranz ist weniger anonym und kann sogar angefasst werden. Seine QR-Codes auf Grabsteinen können mit Smartphones oder Tablets eingelesen werden. Wohin der dahinter verborgene Link führt? Das entscheiden die Verwandten des Verstorbenen. Das kann eine Trauerseite sein, die vom Verstorbenen vor seinem Tod mitgestaltet wurde, oder ein virtuelles Kondolenzbuch.

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"Wer auf Facebook seine Timeline hat, der möchte vielleicht, dass sie auch nach seinem Tod noch abrufbar ist", sagte Rosenkranz dem Kölner Stadtanzeiger. Dass die neuen Medien auch Einzug auf den Friedhof halten, ist eine Entwicklung, die nicht mehr aufzuhalten sei.

Suche nach Verstorbenen

In der Genealogie - der Stammbaumforschung - haben die neuen Medien schon längst Einzug gehalten. MyHeritage ist ein im Jahr 2003 gegründetes Familiennetzwerk, das nach eigenen Angaben mittlerweile eine Milliarde angelegte Profile hat. Diese wurden von den Nutzern in 23 Millionen Stammbäumen verewigt.

Das in Israel gegründete Unternehmen bietet seinen Dienst mittlerweile in 38 verschiedenen Sprachen an, darunter auch in Deutsch. Im April dieses Jahres startete MyHeritage eine neue Suchfunktion, bei der auch historische Aufzeichnungen wie Zeitungsartikel in die Suche nach Verwandten einbezogen werden. Diese reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück.

Damit macht MyHeritage dem Angebot der Mormonen Konkurrenz - Familysearch. Mit zwei Milliarden Profilen ist es das größte Online-Ahnenforschungsportal. Nicht nur Religionsanhänger können in der Datenbank nach vielen Merkmalen wie Vor- und Nachname des Ehegatten, Geschlecht und Hochzeitsdatum suchen - sofern bekannt. Das Open-Public-Angebot kann jeder nutzen. Die Datenbank gibt es seit 1999.

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idk 06. Jul 2012

Hoffentlich ein zwei Kinder und eine Familie die trauert weil sie mich geliebt hat. Wer...

Anonymer Nutzer 05. Jul 2012

totgesagte leben länger!? ;)

__destruct() 05. Jul 2012

Es wäre dann halt ein bisschen blöd, wenn der Dienst gecrackt und 1,5 Milliarden...



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