If I die

Das meinen auch die Gründer eines israelischen Startups. Ihren Slogan "What will you leave behind?" (Was willst du zurücklassen?) beantworten sie gleich selbst. Denn mit ihrer Facebook-App "If I die" können Nutzer des Netzwerks eine Botschaft hinterlassen. Diese erreicht die Hinterbliebenen kurz nach dem Tod des Nutzers.

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Bevor die Textnachricht oder das selbsterstellte Video bei anderen Nutzern erscheint, müssen die vom Verstorbenen ausgewählten Facebook-Freunde den Tod bestätigen. Mindestens drei Vertrauenspersonen werden vorher vom Nutzer festgelegt, wobei einer davon den Tod bei "If I die" melden muss.

Hilfe für beide Seiten

Makaber oder in Zeiten sozialer Netzwerke normal? Der Kölner Psychologe Peter Groß meint, dass die Konfrontation mit dem Tod und die anschließende Trauer wichtig sind. Egal wie. "Die Tibeter stellen zum Beispiel eine Woche lang, nachdem der Verstorbene begraben wurde, weiter ein Gedeck für ihn mit an den Tisch", erzählt Groß Golem.de.

Das solle beiden Seiten helfen. "Die Hinterbliebenen werden mit dem Tod des Angehörigen konfrontiert und der Verstorbene kann sich langsam und in vertrauter Umgebung von seinem Körper lösen."

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Dead Social hingegen ist nicht für eine Woche, sondern für die Ewigkeit gemacht. Damit lassen sich Statusmeldungen über Facebook veröffentlichen. Nutzer haben die Möglichkeit, Termine für die Zeit nach dem Tod zu verwalten.

Dead Social befindet sich noch in der Alphaphase. Das Angebot wurde auf der Next Web Conference im April 2012 in Amsterdam gestartet. Wenn es nach den Entwicklern geht, sollen in Zukunft auch auf anderen Netzwerken wie Twitter und Google+ die vorgefertigten Meldungen erscheinen. Ein vom Nutzer festgelegter sogenannter Superadministrator schaltet den Account nach dem Tod des Nutzers frei.

Ab dann werden Geburtstagsglückwünsche und andere persönliche Mitteilungen des Verstorbenen an Freunde geschickt - theoretisch ein Leben lang. Was von dem Nutzer zu Lebzeiten gut gemeint war, kann aber kontraproduktiv sein. Denn ein Loslassen vom Verstorbenen, so wie es Psychologen empfehlen, ist dann nur schwer möglich.

"Die Frage ist, hält das die Trauergefühle aufrecht?", fragt Peter Groß. Dann sei es nicht sinnvoll. Denn davon habe der Trauernde nichts. Anstatt sich dem Leben zuzuwenden, wird sich dem Toten zugewandt. "Trauer ist etwas, was mit der Zeit auch irgendwie erledigt sein muss." Darum habe er bei Diensten wie Dead Social eine zweigeteilte Meinung.

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 Sterben im digitalen Zeitalter: Facebook-Statusmeldungen aus dem JenseitsStraße der Besten 
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idk 06. Jul 2012

Hoffentlich ein zwei Kinder und eine Familie die trauert weil sie mich geliebt hat. Wer...

Anonymer Nutzer 05. Jul 2012

totgesagte leben länger!? ;)

__destruct() 05. Jul 2012

Es wäre dann halt ein bisschen blöd, wenn der Dienst gecrackt und 1,5 Milliarden...



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