Stellenabbau: Mobilfunkentwicklung bei Nokia Stuttgart soll schließen

Die Nokia-Konzernführung will in Stuttgart die komplette Mobilfunkentwicklung schließen, als Teil des konzernweiten Stellenabbaus. In dieser Woche wird bundesweit protestiert.

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Nokia-Networks-Beschäftigte beim Protest
Nokia-Networks-Beschäftigte beim Protest (Bild: IG Metall München)

Nokia hält trotz Protesten an seinem Abbau-Ziel von 1.400 der 4.800 Arbeitsplätze in Deutschland fest. Der Standort Stuttgart ist besonders stark betroffen: Hier wird mehr als ein Drittel der Stellen vernichtet. Das hat die IG Metall am 3. Mai 2016 mitgeteilt. Die komplette Mobilfunkentwicklung soll geschlossen werden.

Nokia, das zu Beginn des Jahres den Konkurrenten Alcatel-Lucent kaufte, hat nach den Informationen der Gewerkschaft in der gestrigen Sitzung der Wirtschaftsausschüsse seine deutschlandweiten Abbaupläne weiter konkretisiert.

Die IG Metall erklärt: "Damit verschwindet ein Bereich, der maßgeblich an der Entwicklung des GSM-Netzes und Small Cells beteiligt war und damit von Stuttgart aus weltweit Maßstäbe setzte."

Stellenabbau soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein

Während an deutschen Standorten des Gemeinschaftsunternehmens rund 30 Prozent der Beschäftigten vom Stellenabbau betroffen seien, würden ansonsten in Europa durchschnittlich rund 10 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen. Der Stellenabbau soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Kreisen berichtete, sollen weltweit 10.000 bis 15.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Unter dem Motto "Zukunft statt Sozialplan" ruft die IG Metall am kommenden Mittwoch deutschlandweit zu Protesten an den Standorten auf. Gefordert wird, die geplanten Standortschließungen zurückzunehmen und betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen. Es soll kein Outsourcing geben, und Werkverträge sollen reduziert werden.

Im April 2016 gingen bereits rund 600 Beschäftigte bei Nokia Networks München gegen den angekündigten Stellenabbau auf die Straße.

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