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Stellenabbau: Logitech stellt weniger Produkte her

Logitech werde "weniger, aber überzeugendere Produkte herstellen" , sagt Logitech President Bracken Darrell. 450 Arbeitsplätze wird das Schweizer Unternehmen streichen.
/ Achim Sawall
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Bild: Denis Balibouse/Reuters

Logitech baut weltweit rund 450 Arbeitsplätze ab. Das gab der Hersteller von PC-Zubehör(öffnet im neuen Fenster) am 8. Juni 2012 bekannt. Laut den Angaben fallen damit rund 13 Prozent der gesamten Arbeitsplätze weg, die nicht zur Produktion des Schweizer Unternehmens mit operativer Basis in Nordkalifornien gehören.

Die im April 2012 angekündigte Restrukturierung verursacht Kosten von 35 Millionen US-Dollar. Ab April 2013 sollen durch die Entlassungen Einsparungen erzielt werden. Unternehmenssprecherin Nancy Morrison sagte Golem.de: "Wir beginnen die Restrukturierung mit rund 3.460 Arbeitsplätzen außerhalb der Produktion." Zusammen mit den Fabrikarbeitern in China hatte Logitech im April 2012 rund 11.000 Mitarbeiter. Doch diese Anzahl schwanke saisonal stark, erklärte Morrison.

Logitech werde "weniger, aber überzeugendere Produkte herstellen" , sagte Logitech President Bracken Darrell. "Wir sind über den Weggang von so vielen Kollegen traurig, doch die Umstrukturierung ist notwendig für unseren zukünftigen Erfolg."

Die vergangene Bilanzmedienkonferenz des Herstellers stand unter dem Motto "Remaking Logitech". Verwaltungsratschef Guerrino De Luca hatte seit Sommer 2011 wieder übergangsweise die Konzernleitung übernommen. Er will die Führung des Westschweizer Konzerns Anfang 2013 an Darrell übergeben.

Logitech: Apple macht es richtig, wir machen es falsch

De Luca, der früher Executive Vice President für Marketing bei Apple war, hatte im September 2011 erklärt , dass die Produktpalette des Unternehmens "nicht gut genug" sei. Das Unternehmen habe es versäumt, genügend "Must-have-Produkte" zu entwickeln. "Es liegt nicht nur an der wirtschaftlichen Situation. An einem Unternehmen wie Apple können Sie sehen, wie teure Produkte auch bei sehr schwieriger Marktlage verkauft werden können. Aber in schwierigen Zeiten müssen Sie den Verbrauchern sehr zwingende Gründe dafür bieten, ihr Geld auszugeben. Und wenn Sie unsere Produkte so betrachten, sind wir nicht da, wo wir sein müssten" , sagte De Luca.

Logitech habe Gelegenheiten verpasst, Produkte für den digitalen Musikmarkt wie drahtlose Boxen und Kopfhörer zu entwickeln und sich zu sehr auf PC-Lautsprecher konzentriert. Der Markt entwickele sich aber stark in Richtung Tablets und Smartphones. Andere Produktneuerungen wie Logitechs Set-Top-Boxen für Google-TV waren nicht erfolgreich.


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