Stellenabbau: IBM baut wohl 14.000 Arbeitsplätze ab
Laut Berechnungen eines Analysten dürfte ein laufender Stellenabbau bei IBM über 14.000 Beschäftigte betreffen. A. M. (Toni) Sacconaghi beruft sich in der Bernstein-Analyse auf eine Pflichtmitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht. Die Berechnungen liegen der Informationweek(öffnet im neuen Fenster) und dem britischen Register(öffnet im neuen Fenster) vor.
IBM hatte am 23. Februar in einer 10-K-Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) erklärt, dass im Zusammenhang mit einer Steuereinsparung in Japan eine Milliarde US-Dollar eingespart werde. Zugleich geht der Konzern von 1 Milliarde US-Dollar Kosten für Stellenabbau aus. Die Bernstein-Analysten haben daraus berechnet, dass 14.285 Stellen betroffen sein dürften, da IBM traditionell Kosten von 70.000 US-Dollar pro abgebauter Stelle ansetzt. Da die Abfindungspakete gegenwärtig sehr viel niedriger seien, könne der Stellenabbau allerdings noch massiver ausfallen, erklärte Sacconaghi.
IBM selbst will Medien gegenüber keine Angaben zum Umfang des laufenden Stellenabbaus im Unternehmen machen und bezeichnet Medienberichte über Massenentlassungen als "völlig abwegig und unwahr" . IBM teilte im Jahr 2015 mit, es habe 70.000 Personen neu eingestellt. Gegenwärtig gibt es nach Unternehmensangaben weltweit 25.000 offene Stellen bei IBM.
Berichte über Stellenabbau aus Europa
Im September 2015 wurde berichtet , dass der US-Konzern alle Beschäftigten der Tochterfirma IBM Deutschland Enterprise Application Solutions entlässt. Es würden keine anderen Arbeitsplätze im Konzern angeboten. Im Kreis Böblingen seien damit rund 75 Menschen von der Arbeitslosigkeit bedroht, insgesamt sind bei der EAS 100 Jobs in Gefahr. Die Tochterfirma programmiert als interne IT-Dienstleistung für IBM in Deutschland.
Bei Facebook berichten die US-Gewerkschaftler der Gruppe Watching IBM, dass in dem Konzern in Belgien 233 Stellen gekürzt werden sollen. Betroffen seien sieben Abteilungen von IBM Belgien.
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