Wie ging es weiter? – Unklare Kosten, bekannte Vorbilder
Wie teuer der Stellenabbau für BMW wird, ist noch offen. Finanzvorstand Walter Mertl hatte im Juni von Einmalbelastungen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro im Zuge der Restrukturierung gesprochen. Ob diese Summe vollständig auf das Personalprogramm entfällt, blieb unklar.
Vergleichbare Einschnitte gab es bei BMW bereits Anfang 2008 unter dem damaligen Konzernchef Norbert Reithofer. Bis Ende 2010 sank die Belegschaft um mehr als 10.000 auf rund 95.000 Beschäftigte. Danach wuchs sie wieder deutlich.
Die ganze Branche steckt in der Krise
Volkswagen, Mercedes, Audi und Porsche haben bereits Stellen gestrichen, teils in deutlich größerem Umfang. Bei Volkswagen wird bereits über eine zweite Abbaurunde verhandelt. Erst in dieser Woche kündigte Porsche den Wegfall von weiteren 5.000 Stellen an.
Als Gründe gelten der Einbruch des chinesischen Marktes, wachsender Wettbewerbsdruck sowie die US-Zölle. Hinzu kommen Folgen der Lage im Nahen Osten für die Weltwirtschaft. Am Donnerstag legt BMW seine Halbjahreszahlen vor, die ersten unter Nedeljkovic als Konzernchef. Nach der Gewinnwarnung im Juni und sinkenden Absatzzahlen dürfte kaum mit überraschend guten Nachrichten zu rechnen sein.
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