Stellantis: Opel-Mutter will mit Software Milliarden machen

Stellantis will über Marken wie Opel, Fiat oder Peugeot Software-Abos verkaufen. Auch eigene Chips und eine Versicherung sollen Gewinn bringen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Stellantis will groß ins Software-Geschäft einsteigen.
Stellantis will groß ins Software-Geschäft einsteigen. (Bild: Pascal Rossignol/Reuters)

Der Autokonzern Stellantis peilt in den kommenden Jahren mit Software im Auto ein Multimilliarden-Geschäft an. Bis 2026 will die Mutter von Opel, Peugeot, Citroen, Fiat und Chrysler pro Jahr rund 4 Milliarden Euro zusätzlichen Umsatz mit softwaregetriebenen Diensten erzielen. 2030 sollen es jährlich dann schon 20 Milliarden Euro sein, teilte das Unternehmen am 7. Dezember in Amsterdam mit.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter (w/m/d) IT-Betreuung Schulen
    KommunalBIT AöR, Fürth
  2. Development Worker (m/f/d) for Digital Transformation
    GIZ Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH, Nairobi (Kenia)
Detailsuche

Zum Beginn des nächsten Jahrzehnts sollen 34 Millionen vernetzte Autos des Konzerns auf den Straßen unterwegs sein, mit denen Stellantis Geld erwirtschaften will. Derzeit zählt das Unternehmen weltweit 12 Millionen solche Autos.

Das Ansinnen, mit Softwarediensten im Auto so viel Geld zu verdienen, ist durchaus ambitioniert: So plant BMW-Entwicklungschef Frank Weber mit Softwarediensten Ende des Jahrzehnts 5 Milliarden Euro jährlich an Erlös ein. Alle werkseitigen Softwarefunktionen sind in der Rechnung bereits enthalten.

Stellantis will unter anderem Software im Abo und auf Abruf zu Geld machen, an Flottenmanagement und den Daten selbst verdienen sowie die Preisgestaltung bei Neu- und Gebrauchtwagen verbessern. Die Stellantis-Aktie lag am Vormittag in Paris in einem positiven europäischen Branchenumfeld 1,9 Prozent im Plus.

Eigene Versicherung und Chips

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
  2. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Dabei will das Unternehmen über seine jeweiligen Finanzsparten in Europa und Nordamerika auch eine nutzungsbasierte Versicherung anbieten, die später auch weltweit angeboten werden soll. Zusammen mit dem taiwanischen Elektronikauftragsfertiger Foxconn will Konzernchef Carlos Tavares darüber hinaus eigene Elektronikchips entwickeln, die mehr als 80 Prozent von Stellantis' Bedarf abdecken sollen - aber auch anderen in der Branche angeboten werden.

Die geplante Partnerschaft werde Stellantis mit ersten Produkten ab 2024 auch Stabilität in der derzeit arg strapazierten Lieferkette bringen, hieß es. Der deutsche Rivale Volkswagen erwägt für die Zukunft ebenfalls das eigene Design von Halbleitern, beispielsweise für das autonome Fahren.

Die Elektro- und Softwarestrategie werde den Schwenk hin zu einer führenden und nachhaltigen Mobilitäts- und Technologiefirma unterstützen, sagte Tavares. Bis 2025 will das Unternehmen insgesamt mehr als 30 Milliarden Euro in Elektromobilität und Software investieren. Die Partnerschaften mit BMW, Foxconn und der Google-Schwesterfirma Waymo sollen dem Konzern bei den Plänen technologisch weiterhelfen. Mehr als 1.000 Ingenieure sollen in Software geschult werden, bis 2024 will der Konzern 4.500 Softwareentwickler beschäftigen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Musterfeststellungsklage
Parship kann eine Kündigungswelle erwarten

Die Verbraucherzentrale ruft zur Kündigung bei Parship und zur Teilnahme an einer Musterfeststellungsklage auf. Doch laut Betreiber PE Digital ist das aussichtslos.

Musterfeststellungsklage: Parship kann eine Kündigungswelle erwarten
Artikel
  1. Open Source: Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden
    Open Source
    "Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden"

    Die E-Mail eines großen Konzerns an den Entwickler von Curl zeigt wohl eher aus Versehen, wie problematisch das Verhältnis vieler Firmen zu Open-Source-Software ist.

  2. Raumfahrt: US-Weltraumstreitkräfte starten zwei Spionagesatelliten
    Raumfahrt
    US-Weltraumstreitkräfte starten zwei Spionagesatelliten

    Was können denn andere Satelliten im geostationären Orbit? Fliegen wir hin und schauen nach.

  3. Elektro-Pick-up: Neuer Tesla-Cybertruck-Prototyp gefilmt
    Elektro-Pick-up
    Neuer Tesla-Cybertruck-Prototyp gefilmt

    In einem Video wird ein neuer Cybertruck-Prototyp von Tesla im Detail gezeigt. Es stammt vermutlich aus der Gigafactory in Texas.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • RX 6900XT 16 GB für 1.495€ • Acer Curved Gaming-Monitor 27" 259€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • Corsair 16GB DDR4-4000 111,21€ • 10% auf Gaming bei Ebay (u. a. Gigabyte 34" Curved UWQHD 144Hz 429,30€) • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /