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Stellantis: Opel-Mutter will mit Software Milliarden machen

Stellantis will über Marken wie Opel , Fiat oder Peugeot Software-Abos verkaufen. Auch eigene Chips und eine Versicherung sollen Gewinn bringen.
/ Sebastian Grüner , dpa
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Stellantis will groß ins Software-Geschäft einsteigen. (Bild: Pascal Rossignol/Reuters)
Stellantis will groß ins Software-Geschäft einsteigen. Bild: Pascal Rossignol/Reuters

Der Autokonzern Stellantis peilt in den kommenden Jahren mit Software im Auto ein Multimilliarden-Geschäft an. Bis 2026 will die Mutter von Opel, Peugeot, Citroen, Fiat und Chrysler pro Jahr rund 4 Milliarden Euro zusätzlichen Umsatz mit softwaregetriebenen Diensten erzielen. 2030 sollen es jährlich dann schon 20 Milliarden Euro sein, teilte das Unternehmen am 7. Dezember in Amsterdam mit(öffnet im neuen Fenster) .

Zum Beginn des nächsten Jahrzehnts sollen 34 Millionen vernetzte Autos des Konzerns auf den Straßen unterwegs sein, mit denen Stellantis Geld erwirtschaften will. Derzeit zählt das Unternehmen weltweit 12 Millionen solche Autos.

Das Ansinnen, mit Softwarediensten im Auto so viel Geld zu verdienen, ist durchaus ambitioniert: So plant BMW-Entwicklungschef Frank Weber mit Softwarediensten Ende des Jahrzehnts 5 Milliarden Euro jährlich an Erlös ein. Alle werkseitigen Softwarefunktionen sind in der Rechnung bereits enthalten.

Stellantis will unter anderem Software im Abo und auf Abruf zu Geld machen, an Flottenmanagement und den Daten selbst verdienen sowie die Preisgestaltung bei Neu- und Gebrauchtwagen verbessern. Die Stellantis-Aktie lag am Vormittag in Paris in einem positiven europäischen Branchenumfeld 1,9 Prozent im Plus.

Eigene Versicherung und Chips

Dabei will das Unternehmen über seine jeweiligen Finanzsparten in Europa und Nordamerika auch eine nutzungsbasierte Versicherung anbieten, die später auch weltweit angeboten werden soll. Zusammen mit dem taiwanischen Elektronikauftragsfertiger Foxconn(öffnet im neuen Fenster) will Konzernchef Carlos Tavares darüber hinaus eigene Elektronikchips entwickeln, die mehr als 80 Prozent von Stellantis' Bedarf abdecken sollen - aber auch anderen in der Branche angeboten werden.

Die geplante Partnerschaft werde Stellantis mit ersten Produkten ab 2024 auch Stabilität in der derzeit arg strapazierten Lieferkette bringen, hieß es. Der deutsche Rivale Volkswagen erwägt für die Zukunft ebenfalls das eigene Design von Halbleitern, beispielsweise für das autonome Fahren.

Die Elektro- und Softwarestrategie werde den Schwenk hin zu einer führenden und nachhaltigen Mobilitäts- und Technologiefirma unterstützen, sagte Tavares. Bis 2025 will das Unternehmen insgesamt mehr als 30 Milliarden Euro in Elektromobilität und Software investieren. Die Partnerschaften mit BMW, Foxconn und der Google-Schwesterfirma Waymo sollen dem Konzern bei den Plänen technologisch weiterhelfen. Mehr als 1.000 Ingenieure sollen in Software geschult werden, bis 2024 will der Konzern 4.500 Softwareentwickler beschäftigen.


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