Elektroautos: Stellantis-Chef warnt vor brutalem Kampf um Preise
Der Chef des Autoherstellers Stellantis, Carlos Tavares, hat in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) gewarnt, dass starke Preissenkungen zu großen Verlusten und einem brutalen Kampf in der Branche führen könnten.
Tavares nahm im Gespräch mit Reuters auch die jüngsten Preissenkungen von Konkurrent Tesla ins Visier. "Wenn du die Preise senkst und dabei die Realität deiner Kosten außer Acht lässt, wirst du ein Blutbad anrichten" , warnte Tavares. "Ich kenne ein Unternehmen, das die Preise brutal gesenkt hat und dessen Rentabilität brutal zusammengebrochen ist" , fügte er in Anspielung auf Tesla hinzu.
Stellantis vermeidet Preissenkungen
Er behauptete, dass Stellantis besser vor dem Preisdruck geschützt sei, der einige Konkurrenten "in Schwierigkeiten" bringen könnte. Bisher scheint Stellantis allerdings einen Wettkampf um die niedrigsten Preise zu vermeiden.
Stellantis wurde 2021 durch die Fusion von Fiat Chrysler und der PSA-Gruppe gegründet. Obwohl das Unternehmen in Europa bereits seit längerem Elektroautos verkauft, bereitet es sich erst jetzt darauf vor, in diesem Jahr seine ersten vollelektrischen Modelle in den USA auf den Markt zu bringen.
Stellantis hat seine zweite Elektroauto-Plattform STLA Large(öffnet im neuen Fenster) mit 85- und 118-kWh-Akkus und 400- sowie 800-Volt-Architektur vorgestellt, die zunächst im Muscle-Car Dodge Charger, dem Luxus-SUV Jeep Wagoneer S und in den neuen Geländewagen Recon verwendet werden sollen. Auch Alfa Romeo, Chrysler und Maserati sollen die Plattform nutzen, die für größere Fahrzeuge gedacht ist. Stellantis will in den nächsten zwei Jahren acht neue Elektroautomodelle auf den Markt bringen.
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