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Stellantis: ChatGPT in europäischen Autos integriert

DS Automobiles integriert als erster Autohersteller in Europa ChatGPT in seine Autos, um sie konversationsfähig zu machen.
/ Andreas Donath
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ChatGPT im Auto (Bild: DS Automobiles)
ChatGPT im Auto Bild: DS Automobiles

ChatGPT kommt in DS-Autos, kündigte die Muttergesellschaft Stellantis an(öffnet im neuen Fenster), zu der auch Opel, Peugeot, Citroën, Fiat, Chrysler, Jeep und Alfa Romeo gehören.

Die bordeigene Spracherkennung wird mit der Integration von ChatGPT ergänzt, aber nicht ersetzt. Der Fahrer kann weiterhin per Sprachbefehl beispielsweise das Navigationssystem oder andere Funktionen steuern. Dennoch soll die Einbindung des Chatbots ein völlig neues Konversationserlebnis mit dem Auto ermöglichen.

Die ChatGPT-Integration erfolgt über das bestehende DS-Iris-System, das Bediensystem von DS Automobiles. Die Steuerung von ChatGPT erfolgt über Sprachbefehle, die Antworten werden ebenfalls vorgelesen, damit der Fahrer nicht abgelenkt wird.

Technisch wird dies durch die Integration der Software Soundhound AI powered by ChatGPT API in das DS-Iris-System ermöglicht. Dadurch kann auf die aktuelle Version 3.5 von ChatGPT zugegriffen werden. Eine Konkurrenz zu Systemen von Amazon oder Google gibt es bislang nicht, teilte DS Automobiles mit.

Der Autohersteller lieferte auch einige Beispiele mit, was mit der KI-Software an Bord realisiert werden kann. So kann ChatGPT auf Nachfrage Hinweise zu Sehenswürdigkeiten geben, Auskunft über Kunstwerke erteilen, ein Quiz erfinden oder Geschichten für Kinder und Erwachsene erzählen.

Die Sprachsteuerung erfolgt einfach und intuitiv über den Sprachbefehl "OK Iris" oder die entsprechende Taste am Lenkrad. So soll ChatGPT aktiviert werden können, ohne dass der Fahrer vom Verkehr abgelenkt wird.

Sechsmonatige Testphase in Europa

Zunächst wird ChatGPT in einer sechsmonatigen Pilotphase angeboten. Der Service ist dabei für die ersten 20.000 Kunden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien kostenlos nutzbar.

Nach der Registrierung auf der Website des jeweiligen Landes erhalten Teilnehmer über ein Over-the-Air-Update Zugang zur KI-Software in ihrer Landessprache. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug mit dem DS-Iris-System und Connected-Navigation ausgestattet ist. Sollte die Testphase erfolgreich verlaufen, könnte ein Rollout in weiteren Märkten und Marken von Stellantis folgen.

Mercedes hat in den USA als erster großer Hersteller ChatGPT ins Fahrzeug eingebunden, bietet diese Funktion in Deutschland allerdings nicht an. Mercedes-Benz-Fahrer können ChatGPT als App im Fahrzeug installieren, sofern sie ein Fahrzeug mit MBUX-System besitzen. Auf Basis des Plug-in-Ökosystems von ChatGPT prüft der Automobilhersteller die Möglichkeit der Integration mit mehreren Drittanbieterdiensten. Dies könnte es Fahrern ermöglichen, über natürliche Sprachbefehle beispielsweise Restaurantreservierungen vorzunehmen oder Kinokarten zu buchen.


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