Steigende Nachfrage: Markt für Prozessoren und Grafikkarten erholt sich
Die Nachfrage nach Prozessoren (CPUs) und Grafikkarten (GPUs) steigt deutlich: Das zeigen Zahlen, die das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research für das vierte Quartal 2023 veröffentlicht hat(öffnet im neuen Fenster) .
Der Absatz legte GPUs demzufolge gegenüber dem Vorjahresquartal um 20 Prozent zu. Damit stieg die Nachfrage das zweite Quartal in Folge nach einem historischen Einbruch. Über eineinhalb Jahre sank zuvor der Absatz von GPUs, weshalb der Absatz mit 76,2 Millionen verkauften Exemplaren noch immer über ein Drittel unter den Verkaufszahlen von 2021 liegt.
Den höchsten Anteil hat mit 67 Prozent Intel – Peddie Research zählt auch integrierte GPUs mit. Nvidia kommt auf 18 Prozent, AMD dürfte mit 15 Prozent deutlich weniger diskrete Grafikeinheiten absetzen, da auch hier die APUs mitgezählt werden. Beide mussten zudem leichte Einbußen hinnehmen.
Intel profitiert von starker Notebook-Nachfrage
Die Einbußen bei Nvidia und AMD dürften auf eine starke Absatzsteigerung bei Notebooks zurückzuführen sein: Hier dominiert Intel den Markt, diskrete GPUs sind vergleichsweise selten. Durch den starken Anstieg im Mobilsegment sinkt auch der Anteil der Desktop-GPUs – in relativen Zahlen profitiert davon Intel.
Noch deutlicher ist die Erholung im Prozessormarkt: Im Jahresvergleich setzten AMD und Intel 24 Prozent mehr CPUs ab. Das sei der größte Sprung in über 25 Jahren, erklärte Peddie Research. Auch hier zeigt sich wieder der starke Anteil des Notebookmarkts: AMD verlor innerhalb eines Jahres rund 16 Prozent seines Anteils und lieferte 31 Prozent der im vierten Quartal 2023 verkauften CPUs.
Gegenüber dem dritten Quartal 2023 zogen die Absätze noch einmal an: bei CPUs um 9 Prozent, bei GPUs um 5,9 Prozent. Das Absatzplus gegenüber dem vorherigen Quartal wertete Peddie Research positiv: Historisch habe das vierte Quartal die Entwicklung im Folgejahr vorweggenommen. Gleichzeitig warnten die Analysten vor zu viel Euphorie, da Hardwareanbieter zumindest für das erste Quartal 2024 mit einem Absatzrückgang rechnen.
KI noch kein Markttreiber
Insbesondere Intel setzt große Hoffnungen in die künstliche Intelligenz: Sie soll für steigende Nachfrage nach Prozessoren mit integriertem KI-Beschleuniger sorgen.
Dem erteilt Jon Peddie allerdings eine Absage: Zwar seien erste KI-Anwendungen im Alltag angekommen, eine weite Verbreitung erwartet der Analyst allerdings frühestens Ende 2024.
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