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Ist Steer-by-Wire die Zukunft im Autobau?

Denn vor allem das flache Lenkrad spricht vermutlich eher den sportlichen AMG-Fahrer an. Daher dürfte es in absehbarer Zeit wohl auch andere Mercedes-Modelle mit Steer-by-Wire geben. Zudem dürften sich die Kunden sicherlich ein normales Lenkrad zu dem System bestellen können.

Wobei der Jochlenker zweifellos eine bessere Sicht auf das große Fahrerdisplay mit der Instrumententafel ermöglicht. Bei manchen Anbietern verdeckt das Lenkrad sogar Teile des Zentralbildschirms. Beim EQS ist daher selbst das Head-up-Display verzichtbar, weil sich die Navigationskarte recht groß im Fahrerdisplay einblenden lässt.

Derzeit ist davon auszugehen, dass die Steer-by-Wire-Technik sich nach und nach in den Fahrzeugen durchsetzt – nicht nur deshalb, weil autonome Fahrzeuge künftig keine Lenkräder mehr benötigen. Denn der Aufpreis für das System hält sich schon jetzt in Grenzen und dürfte bei einer Massenproduktion weiter sinken.

Peugeot will den Kleinwagen 208 damit ausstatten

Den Herstellern ermöglicht eine Lenkung ohne Lenksäule mehr Freiheiten in der Konstruktion, da die Säule bei einem Frontmotor einen eigenen Bauraum beansprucht. Rechts- und Linkslenker könnten künftig ähnlicher konstruiert werden.

Ohnehin verfügen moderne Autos schon über aufwendige Systeme zur Lenkunterstützung, auf die bei Steer-by-Wire verzichtet werden kann. Das betrifft nicht nur die elektrische Servolenkung, sondern auch die Aktuatoren für die Lenkassistenten beim automatisierten Fahren.

Im Gegensatz zu Mercedes will der französische Hersteller Peugeot sein Steer-by-Wire-System im Jahr 2027 sogar erstmals in dem Kleinwagen 208 anbieten(öffnet im neuen Fenster), in Kombination mit einem sogenannten Hypersquare-Lenkrad. Das hatte Peugeot bereits 2025 in seiner Studie Polygon Concept gezeigt(öffnet im neuen Fenster). Passender erschien uns das System beim großen Cybertruck von Tesla. Doch der wird wohl auf absehbare Zeit nicht in Europa auf den Markt kommen.

Erste Auslieferungen im Frühjahr 2027

Der Bestellstart für die neue Funktion bei Mercedes ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Die ersten Auslieferungen sollen im ersten Quartal 2027 erfolgen. Vom Bestelleingang wird vermutlich abhängen, wie schnell das elektronische Lenkrad bei anderen Modellen verfügbar sein wird.

Auf der anderen Seite könnte Mercedes versuchen, bei einer großen Nachfrage damit die Verkäufe des EQS hochzutreiben. Denn bislang ist die elektrische Luxuslimousine alles andere als ein Verkaufserfolg. Vielleicht bringt der Jochlenker sogar den einen oder anderen Politiker dazu, seinen Diesel-Dienstwagen endlich einzumotten.

Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Südtirol hat Mercedes-Benz übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


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