Steamworks Virtual Conference: Valve erläutert Hardware des Steam Deck

Eigenes Aerith-SoC, kürzere Ladezeiten dank NVMe-SSD und angepasste Spiele-Texturen: Das Steam Deck hat einige Tricks auf Lager.

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Steam Deck
Steam Deck (Bild: Valve)

Valve hat am vergangenen Freitag die Steamworks Virtual Conference zum Steam Deck abgehalten und dort umfangreiche Informationen zum PC-Handheld bekannt gegeben, die einen tieferen Einblick geben als bisher. Die gezeigte weiße Version im Aperture-Science-Design bleibt allerdings leider ein Prototyp, der vorerst nicht in den Handel kommen soll.

Die technische Basis bildet ein Custom-SoC, der von Valve gemeinsam mit AMD entworfen wurde und als Aerith bezeichnet wird. Dabei dürfte es sich um eine Anspielung auf die gleichnamige Figur aus Final Fantasy 7 handeln, die bei Fans sehr beliebt ist. Das Aerith-SoC alias Van Gogh nutzt vier Zen-2-CPU-Kerne mit SMT und bis zu 3,5 GHz sowie eine integrierte Navi-RDNA2-Grafikeinheit mit acht Compute Units für 512 Shader-ALUs bei bis zu 1,6 GHz.

Als gemeinsamer System- und Videospeicher wird LPDDR5-5500 an einem 128-Bit-Quadchannel-Interface verwendet, was 88 GByte/s an Transferrate ergibt. Valve zufolge hätten zwar 8 oder 12 GByte ausgereicht; damit das Steam Deck zukunftstauglicher ist, wurden aber 16 GByte verbaut. Als VRAM sind 1 GByte eingestellt, effektiv kann die Grafikeinheit aber viel mehr adressieren.

Teure SSD für flotteres Booten und Laden

Die interne NVMe-SSD mit 256 GByte oder 512 GByte ist per PCIe Gen3 x4 angebunden, verglichen mit der 64 GByte fassenden eMMC hat sie Vorteile bei der Boot-Dauer und den Ladezeiten in Spielen: Valve zufolge dauert es mit der eMMC zwischen 13 und 25 Prozent länger als mit der NVMe-SSD, wobei der Hersteller nur vereinzelte Titel aufführte statt über ein großes Testfeld hinweg.

Steam DeckXbox Series XXbox Series SPlaystation 5Switch OLED
Fertigung7 nm7 nm7 nm7 nm16 nm
CodenameAerithAnacondaLockhartAriel/OberonAula/Mariko
GrafikeinheitRDNA v2RDNA v2RDNA v2RDNA v2Maxwell
Shader-ALUs512 @ 1,0 bis 1,6 GHz3.328 @ 1,825 GHz1.280 @ 1,565 GHz 2.304 @ [bis zu] 2,23 GHz256 @ 384 MHz bis 768 MHz
FP32-Leistung* 1,0 bis 1,6 Teraflops12 Teraflops4 Teraflops10,3 Teraflops0,2 bis 0,49 Teraflops
Speicher16 GByte LPDDR5-5500 @ 88 GB/s10 GByte GDDR6 @ 560 GB/s + 6 GByte GDDR6 @ 336 GB/s8 GByte GDDR6 @ 224 GB/s + 2 GByte GDDR6 @ 56 GB/s16 GByte GDDR6 @ 448 GB/s4 GByte LPDDR4 @ 21,3 GB/s bis 25,6 GB/s
Storage64 GByte eMMC oder 256/512 GByte PCIe Gen3 SSD1 TByte PCIe Gen4 SSD512 GByte PCIe Gen4 SSD825 GByte PCIe Gen4 SSD64 GByte eMMC
CPU4C/8T, Zen 2 @ 2,4-3,5 GHz8C/16T, Zen 2 @ 3,6-3,8 GHz8C/16T, Zen 2 @ 3,4-3,6 GHz8C/16T, Zen 2 @ [bis zu] 3,5 GHz4C/4T (Cortex-A57) @ 1,0 GHz
Technische Daten aktueller Konsolen-SoCs * nur bei selber Architektur vergleichbar!

Einen Docking-Modus hat das Steam Deck nicht, stattdessen soll die Performance ohne Boost-Modi bei CPU/GPU auskommen und von den jeweiligen Einstellungen abhängen: Das SoC kann zwischen 4 Watt und 15 Watt betrieben werden, weshalb Valve den Studios nahelegt, die Bildrate nach oben hin zu begrenzen. Das verlängert je nach Titel die Akkulaufzeit signifikant, etwa wenn 30 fps statt 60 fps gewählt werden.

Eigene Textur-Pakete für das Steam Deck

Das interne Display löst mit 1.280 x 800 Pixeln bei 60 Hz auf, über den USB-C-Anschluss lassen sich bis zu zwei 4K-60-Hz-Monitore anschließen. Die Buchse wird auch als Ladeport für das 45-Watt-Netzteil genutzt, außerdem können bis zu 7,5 Watt an Peripherie ausgeben werden. Cooles Detail: Entwickler können die Texturen ihrer Spiele anpassen, sodass der Download- und Speicherbedarf auf dem Steam Deck niedriger ausfällt, ohne die optische Qualität merklich zu beeinflussen.

Passend dazu wird Valve den bisherigen Big Picture Mode durch das UI des Steam Decks ersetzen, denn bisher gab es für den Desktop-Client und den BPM eigene Code-Versionen. Durch die Zusammenführung soll es häufigere Updates geben, auch fällt der Wechsel zwischen den Modi leichter.

  • Blockdiagramm des Steam Deck (Bild: Valve)
  • Das Aerith-SoC nutzt Zen2 und RDNA2 (Bild: Valve)
  • Als Speicher werden 16 GByte LPDDR5 verwendet. (Bild: Valve)
  • Die USB-C-Buchse lässt sich vielfältig einsetzen. (Bild: Valve)
  • Per NVMe-SSD laden Spiele schneller. (Bild: Valve)
Blockdiagramm des Steam Deck (Bild: Valve)

Angeboten wird das Handheld-System in drei Varianten: Das Steam Deck für 420 Euro nutzt eine 64 GByte fassende eMMC, für 550 Euro gibt es eine 256 GByte große NVMe-PCIe-SSD. Das größte Modell für 680 Euro hat 512 GByte Speicherplatz mit höherer Geschwindigkeit und ein entspiegeltes Display, was bei den beiden kleineren Steam Decks fehlt. Ausgeliefert wird ab Februar 2022.

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