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SteamDB: Nexus Mods übernimmt die wichtigste Steam-Datenbank

Nach 13 Jahren bekommt SteamDB einen neuen Eigentümer. Durch den Deal könnten Mods deutlich zuverlässiger werden.
/ Peter Steinlechner
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Startseite von Nexus Mods (Bild: Nexus Mods)
Startseite von Nexus Mods Bild: Nexus Mods

Eine der wichtigsten Informationsquellen rund um Steam bekommt einen neuen Eigentümer. SteamDB gehört künftig zu Chosen, dem Unternehmen hinter Nexus Mods. Die Datenbank soll eigenständig und kostenlos bleiben. Langfristig könnte die Übernahme erhebliche Auswirkungen auf das Modding von PC-Spielen haben.

SteamDB wurde 2013 von Pavel "xPaw" Djundik und Marlamin gegründet und ist nicht mit Valve verbunden. Der Dienst wertet öffentlich zugängliche Informationen aus Steam aus und macht aktuelle und historische Spielerzahlen, Preisentwicklungen und Änderungen an Spielen sichtbar. Darüber hinaus dokumentiert SteamDB Builds, Depots, Manifeste und Dateien verschiedener Spielversionen.

Gerade diese Daten sind für den neuen Eigentümer interessant. Nexus Mods will die über viele Jahre gesammelten Informationen künftig mit seinen eigenen Daten und Werkzeugen verbinden, schreiben die Macher(öffnet im neuen Fenster).

Damit ließe sich eines der größten Alltagsprobleme beim Modding zumindest teilweise lösen: Updates. Mods funktionieren häufig nur mit bestimmten Versionen eines Spiels. Wird dieses automatisch über Steam aktualisiert, können einzelne Erweiterungen oder komplette Mod-Sammlungen plötzlich nicht mehr funktionieren.

Mod-Manager könnte vor problematischen Updates warnen

Mit den SteamDB-Daten könnte ein Mod-Manager erkennen, welche Version eines Spiels installiert ist und ob die verwendeten Mods kompatibel sind. Nexus Mods hält auch Warnungen vor problematischen Updates für denkbar.

Konkrete Termine gibt es noch nicht. Für normale SteamDB-Nutzer soll sich zunächst wenig ändern. Name, Webseite und Community bleiben erhalten, ein Konto bei Nexus Mods wird nicht benötigt. Alle derzeit kostenlosen Funktionen sollen kostenlos bleiben, ebenso die Browser-Erweiterung.

Klassische Display-Werbung ist nach Angaben des Betreibers nicht geplant. Einnahmen könnten künftig unter anderem über Affiliate-Links, Partnerschaften und Integrationen entstehen. Auch eine offizielle API wird geprüft.

Hinter dem Verkauf steckt nicht nur eine strategische Erweiterung von Nexus Mods. SteamDB war zuletzt im Wesentlichen ein Ein-Mann-Projekt. Djundik schreibt, dass aus seinem Hobby hinsichtlich des Arbeitsaufwands längst ein Vollzeitjob geworden sei. Er spricht offen von Burnout und davon, den Dienst nicht mehr dauerhaft allein betreiben zu können.

SteamDB wird professionell betrieben

Chosen will SteamDB deshalb ein fest finanziertes Team sowie mehr Ressourcen für Infrastruktur, Sicherheit und Entwicklung geben. Auch Steam-Keys für Spiele sollen künftig teilweise selbst gekauft werden, um deren Dateien erfassen zu können. Bislang war SteamDB dafür unter anderem auf Spenden angewiesen.

Damit verändert sich allerdings auch der Charakter des Projekts. Aus einem weitgehend unabhängigen Hobbyprojekt wird ein kommerziell finanzierter Dienst unter dem Dach eines Unternehmens, das seine Daten konkret für das eigene Modding-Geschäft nutzen möchte. Kurzfristig dürfte das SteamDB vor allem stabiler machen.

Langfristig entsteht mit Nexus Mods und SteamDB aber auch eine umfangreiche Datenbasis darüber, welche PC-Spiele in welchen Versionen existieren und welche Mods dazu passen. Gerade für komplexe Mod-Installationen könnte das wichtiger werden als die Übernahme selbst.


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