Steam: Valve beklagt "mangelhafte Hardware-Innovation"

"Der Mangel an Innovation im Bereich der Computerhardware frustriert uns – das wollen wir ändern" , schreibt Valve in einer Stellenanzeige auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen sucht darin einen erfahrenen Industriedesigner, der unter anderem über mindestens sechs Jahre Erfahrung mit der Herstellung von "weltklasse Hightech-Hardwareprodukten" verfügen muss.

Welche Produkte Valve künftig produzieren möchte, lässt die Anzeige offen. Es kann sein, dass neue Eingabegeräte entstehen sollen – schließlich beklagt der Text auch, dass es selbst bei "Tastatur und Maus über die Jahre keine nennenswerten Änderungen" gegeben habe. Valve selbst hat erst Mitte 2011 ein Patent über einen Spielecontroller(öffnet im neuen Fenster) mit austauschbaren Modulen beim US-Patent and Trademark Office eingereicht.
Ebenso gut möglich ist allerdings, dass die Firma weiter an der sogenannten Steambox arbeitet. Dabei soll es sich laut schon etwas älteren Spekulationen um eine Art Konsole handeln, die auf PC-Technologie beruht und direkt mit dem Steam-Onlineportal verbunden ist, um Spiele zu beziehen oder sonstige Funktionen zu nutzen. Erst im März 2012 hatte Valve zwar gesagt, dass es in naher Zukunft kein derartiges Gerät herstellen wolle. Generell könne man sich aber schon vorstellen, Hardware aller Art anzubieten.
Dass Valve die Entwicklung der Branche am Herzen liegt, hatte Firmenchef Gabe Newell – der früher als Manager bei Microsoft gearbeitet hat – im Juli 2012 gezeigt. Newell hatte in einer Podiumsdiskussion Windows 8 als "Katastrophe" bezeichnet, weil der Windows Store die Gewinnmargen der Softwarehersteller zerstöre. Über sein Kernprodukt Steam hatte Valve lange nur PC-Spiele angeboten. Inzwischen gibt es auch Games für Mac OS, eine Linux-Version ist in Vorbereitung. Demnächst soll es über das Portal auch Anwendungssoftware aller Art geben.