Als Valve die Steam Machine vorgestellt hat, ist die kleine Box vor allem wegen ihres wenig kompetitiv erscheinenden Preises kritisiert worden. 1.040 Euro, und 1.110 Euro mit Steam Controller, klingen eben im Vergleich zur Playstation 5 und Xbox Series X für etwa 600 Euro recht unattraktiv – vor allem, da diese Konsolen ebenfalls bereits im Preis gestiegen sind. Allerdings ist das anfängliche Investment trügerisch, wenn die komplette Lebenszeit der Konsole betrachtet wird. Zudem ist Valves Hardware für uns auch aus anderen Gründen das bessere Produkt.
Da stellt sich natürlich die Frage, wie Valve die mehr als 400 Euro Aufpreis im Vergleich zu etablierten Spielekonsole rechtfertigt. Das wohl größte Argument für uns ist, dass die Steam Machine nicht nur eine Spielekonsole, sondern auch ein vollwertiger Computer auf Linux-Basis ist.
Das bedeutet: Wir können unsere Steam Machine nicht nur für Games, sondern auch für diverse Arbeitslasten verwenden. Richten wir das System etwa als Zweitsystem fürs Homeoffice ein, bekommen wir genug Leistung für die allermeisten Aufgaben wie Rendering, Coding, Büroarbeiten, E-Mails oder Bildbearbeitung. Mit insgesamt drei USB-A-Buchsen und zwei Bildschirm-Anschlüssen (HDMI, Displayport) können wir zudem genug Peripherie und zwei Bildschirme damit betreiben.
Übrigens: Der Desktop-Modus von SteamOS, der über die Power-Schaltfläche aufgerufen werden kann, basiert auf der bewährten Desktopoberfläche KDE Plasma. Diese erinnert mit einer Art Startmenü und bekannten Fensterkontrollkästchen an Windows 10, was sicher auch so gewollt ist.
Bild 1/30: Die Steam Machine ist modular aufgebaut. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 2/30: Der Kühler nimmt einen großen Teil des Platzes weg. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 3/30: Austauschbare SSD an der Unterseite (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 4/30: Der Micro-SD-Kartenleser (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 5/30: Platinen werden mit Flachbandkabeln verbunden. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 6/30: Die Steam Machine nutzt ausschließlich gleichgroße Torx-Schrauben. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 7/30: Heatpipe mit Kupfer (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 8/30: Der Lüfter verwendet einen Standard-CPU-Fan-Header. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 9/30: Ingesamt vier Antennen sind in der Konsole verbaut: zwei für WLAN, eine für Bluetooth und eine für Steam-Controller. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 10/30: Die Rück-I/O ist abbaubar. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 11/30: Das Netzteil ist im Gehäuse integriert. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 12/30: Zwei USB-A-Ports an der Front (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 13/30: Der Lüfter nimmt viel Platz ein. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 14/30: Die 2-TByte-Version kommt mit drei Face-Plates zum austauschen. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 15/30: Der Steam Controller hat parallele Analog-Sticks. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 16/30: Das Layout ist eine Mischung aus Dualsense und Xbox Wireless Controller. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 17/30: Prominente Trackpads (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 18/30: Aufgeladen wird der Controller per USB ... (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 19/30: ... oder auf der Rückseite mit dem Ladepuck. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 20/30: Der Puck ist gleichzeitig auch ein Empfänger. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 21/30: Die Steam Machine lässt sich an A/V-Systeme anschließen. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 22/30: Steam Machine (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 23/30: Steam Machine (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 24/30: Steam Machine (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 25/30: Frontanschlüsse (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 26/30: Rückseite der Steam Machine (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 27/30: Ansicht mit entfernten Face-Plate (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 28/30: Die Face-Plates sind dekorativ. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 29/30: Bildraten der Steam Machine in verschiedenen Spielen in FPS (Bild. Oliver Nickel/Golem)
Bild 30/30: Steam Machine oder Playstation? Pro und Contra (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Generell können wir Steam-Spiele und andere Apps auch ausschließlich über den Desktop-Modus nutzen. Der neue und überarbeitete Steam Controller bietet dafür sogar ein vorgefertigtes Button-Layout. Hier kommen die beiden Trackpads zum Tragen, die mit etwas Übung ein passabler Maus-Ersatz sind. Eine richtige Maus werden sie zwar nie ablösen können, doch steuert sich das Desktopumfeld damit wesentlich besser als mit Analog-Sticks.
Die Trackpads eröffnen auch eine Spielekategorie, die auf dem PC noch recht beliebt ist und auf Spielekonsolen mangels Maus- und Tastaturfokus eher selten sind: Runden- und (im eingeschränkten Maße) Echtzeitstrategiespiele. Mit Trackpads ist es wesentlich einfacher, auf der Karte in Civilization 6 zu navigieren oder Einheiten in einer Runde Total War: Warhammer 3 zu steuern.
Zugleich können Linux-Laien den integrierten App-Store KDE Discover für diverse Linux-Erweiterungen nutzen. Hier finden sich Open-Source-Projekte wie Gimp, Blender oder diverse IDEs für Developer als Installationspakete wieder.
Bild 1/30: Die Steam Machine ist modular aufgebaut. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 2/30: Der Kühler nimmt einen großen Teil des Platzes weg. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 3/30: Austauschbare SSD an der Unterseite (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 4/30: Der Micro-SD-Kartenleser (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 5/30: Platinen werden mit Flachbandkabeln verbunden. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 6/30: Die Steam Machine nutzt ausschließlich gleichgroße Torx-Schrauben. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 7/30: Heatpipe mit Kupfer (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 8/30: Der Lüfter verwendet einen Standard-CPU-Fan-Header. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 9/30: Ingesamt vier Antennen sind in der Konsole verbaut: zwei für WLAN, eine für Bluetooth und eine für Steam-Controller. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 10/30: Die Rück-I/O ist abbaubar. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 11/30: Das Netzteil ist im Gehäuse integriert. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 12/30: Zwei USB-A-Ports an der Front (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 13/30: Der Lüfter nimmt viel Platz ein. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 14/30: Die 2-TByte-Version kommt mit drei Face-Plates zum austauschen. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 15/30: Der Steam Controller hat parallele Analog-Sticks. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 16/30: Das Layout ist eine Mischung aus Dualsense und Xbox Wireless Controller. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 17/30: Prominente Trackpads (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 18/30: Aufgeladen wird der Controller per USB ... (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 19/30: ... oder auf der Rückseite mit dem Ladepuck. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 20/30: Der Puck ist gleichzeitig auch ein Empfänger. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 21/30: Die Steam Machine lässt sich an A/V-Systeme anschließen. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 22/30: Steam Machine (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 23/30: Steam Machine (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 24/30: Steam Machine (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 25/30: Frontanschlüsse (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 26/30: Rückseite der Steam Machine (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 27/30: Ansicht mit entfernten Face-Plate (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 28/30: Die Face-Plates sind dekorativ. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Bild 29/30: Bildraten der Steam Machine in verschiedenen Spielen in FPS (Bild. Oliver Nickel/Golem)
Bild 30/30: Steam Machine oder Playstation? Pro und Contra (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Ein offensichtlicher Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist, dass wir hier einfach jeden Browser verwenden können, den wir auch bei unserem PC gewohnt sind. Die Playstation 5 hat überhaupt keinen offiziellen Zugang zu Browsern, außer wir öffnen Links mit der Konsole. Die Xbox Series X unterstützt nativ nur Microsoft Edge.
Über den Browser haben wir wiederum Zugang zu nahezu allen Unterhaltungs- und Informationsmedien sowie Plattformen. Youtube, Netflix, Prime Video, Disney+, Cloud Gaming oder eine Newsseite unserer Wahl lassen sich hier bequem von der Couch aus und ohne Zusatzapps konsumieren.
Als vollständiger PC lässt sich die Steam Machine auch als perfekter kleiner Home-Theater-PC verwenden. Wir können uns zudem aussuchen, welchen der vielen Spielecontroller auf dem Markt wir am liebsten nutzen möchten.