Steam für Linux: Half-Life und CS für Linux verfügbar

Valve stellt ohne Ankündigung den Ego-Shooter Half-Life und das darauf basierende Counter-Strike Linux-Nutzern für einen Betatest zur Verfügung, berichten Nutzer im Steam-Forum(öffnet im neuen Fenster) . Die Spiele lassen sich jedoch noch nicht direkt für Linux erwerben. Vielmehr stehen die Portierungen bereit, wenn sie bereits für Windows gekauft wurden.
Im Steam-Store fehlt so auch jeder Hinweis auf die Existenz der Linux-Ports. Darüber hinaus weisen die Spiele den Foreneinträgen zufolge teils schwere Fehler auf. So ist etwa einigen das Spielen fast unmöglich, da sich Mr. Freeman nicht über die Maus steuern lässt.
Keine aktuellen Spiele
Der Schritt von Valve ist ungewöhnlich, immerhin erschien Half-Life vor über 14 Jahren. Ebenso wird die Goldsource-Engine(öffnet im neuen Fenster) seit etwa zehn Jahren in keinem Spiel mehr verwendet. Viele Spieler und auch Golem.de hatten damit gerechnet, dass Valve zuerst aktuellere Spiele aus dem eigenen Portfolio auf Linux portiert.
Denn mit dem Free-to-Play-Shooter Team Fortress 2 existiert bereits ein auf Linux portiertes Spiel, das die neuere Source-Engine(öffnet im neuen Fenster) nutzt. Diese wird ebenfalls in Left for Dead 2 (LFD2) verwendet, an dessen Linux-Portierung die Valve-Entwickler arbeiten. In ersten Benchmarks mit LFD2 konnte das Valve-Linux-Team deutlich mehr FPS unter Ubuntu erzielen als unter Windows.
Seit einigen Wochen steht der Steam-Client in einer offenen Beta für Linux zur Verfügung. Mittlerweile wirbt Valve sogar auf der Downloadseite für Linux und ruft interessierte Nutzer dazu auf, sich Ubuntu 12.04 LTS zu installieren.
Valve möchte mit der Ausweitung seines Angebots auf Linux nicht nur ein paar mehr Nutzer gewinnen. Vielmehr verspricht sich Valve wohl auch viele Softwaretester, da die in Planung befindliche Steam-Box auf Linux basieren soll.