Steam Deck: Valves Fps-Limiter erhöht Akkulaufzeit deutlich
Bei einem Handheld oder Laptop macht es einen großen Unterschied, ob ein Spiel mit 30 fps oder mit 60 fps läuft – die Akkulaufzeit fällt mit der niedrigeren Bildrate deutlich höher aus. Das weiß auch Valve, weshalb das Steam Deck mit einem optionalen Frame-Limiter(öffnet im neuen Fenster) ausgeliefert wird.
Laut Valves Pierre-Loup Griffais soll so die Abwägung zwischen mehr Performance und längerer Akkulaufzeit vereinfacht werden, da nur die wenigsten Titel über einen Bildratenbegrenzer verfügen und ansonsten der Grafikeintreiber verwendet oder Tools wie der Rivatuner Statistics Server (RTSS) installiert werden müssten.
Als Beispiel führte der Valve-Coder im Interview mit IGN(öffnet im neuen Fenster) an, dass Portal 2 ohne Fps-Limit für etwa vier Stunden gespielt werden könne. Mit einer Obergrenze von 30 Bildern pro Sekunde seien es hingegen fünf bis sechs Stunden, die das Steam Deck ohne Steckdose durchhält. Die Angabe klingt plausibel, ähnliche Ergebnisse lassen sich auch mit Nvidias Battery Boost bei Gaming-Laptops erreichen.
30 fps sind die Untergrenze
Griffais zufolge sind die 30 fps ein Richtwert: Auf dem Steam Deck sollen praktisch alle bei Steam verfügbaren Titel mit dieser Bildrate laufen, wenn sie in 1.280 x 720 Pixeln mit gegebenenfalls angepassten Details gerendert werden. "Das 30-fps-Ziel ist als Untergrenze für die Spielbarkeit zu verstehen" , sagte er.

Bis heute sind 30 Bilder pro Sekunde vor allem bei Konsolen typisch, 60 fps hingegen selten – 120 fps kamen erst mit der Playstation 5 und Xbox Series X auf. Das Steam Deck nutzt ein Display mit 60 Hz, weshalb 30 fps bei 30 Hz mit korrektem Frame-Pacing kein Problem darstellen sollten. Das IPS-Panel unterstützt allerdings keine Variable Refresh Rate (VRR)(öffnet im neuen Fenster) , weshalb beispielsweise 45 fps nicht mit 45 Hz dargestellt werden können.
AMD-Chip und Preise ab 420 Euro
Die technische Basis des Steam Deck bildet ein System-on-a-Chip von AMD. Es weist vier Zen-2-Kerne, ein 128-Bit-Interface für LPDDR5-5500-Speicher und RDNA2-Grafikeinheit auf. Auf dem Steam Deck läuft mit SteamOS 3.0 eine Linux-Distribution mit Steam Play (Proton) für Spiele, allerdings lässt sich Windows 10 installieren.
Valve bietet das Handheld-System in drei Varianten an: Das für 420 Euro nutzt eine 64 GByte fassende eMMC, für 550 Euro gibt es eine 256 GByte große NVMe-PCIe-SSD. Das größte Modell für 680 Euro hat 512 GByte Speicherplatz mit höherer Geschwindigkeit und ein entspiegeltes Display, was den beiden kleineren Steam Decks fehlt. Wer heute bestellt, erhält sein Gerät frühestens Q2/2022.
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