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Auch unter Linux kann der Steam Controller noch nicht voll überzeugen.
Auch unter Linux kann der Steam Controller noch nicht voll überzeugen. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Steam-Controller-Technik angesehen: Das ultimative Linux-Gamepad braucht noch Zeit

Auch unter Linux kann der Steam Controller noch nicht voll überzeugen.
Auch unter Linux kann der Steam Controller noch nicht voll überzeugen. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Endlich gibt es mit dem Steam Controller auch für Linux ein offiziell vom Hersteller unterstütztes Gamepad. Die aktuellen Möglichkeiten damit sind aber enttäuschend. Ein Blick auf die Linux-Technik des Gamepads liefert dafür schnell Erklärungen. Diese lassen aber auch hoffen für die Zukunft.
Von Sebastian Grüner

Dass der Steam Controller den Nutzern einiges an Umgewöhnung abverlangt und derzeit für viele Spiele nur als bedingt einsatzbereit gelten kann, hat sich in einem ausführlichen Test unter Windows bereits gezeigt. Das Gamepad wird aber auch mit den Steam Machines ausgeliefert und ist damit das erste Gerät seiner Klasse, das offiziell vom Hersteller für die Nutzung mit Linux unterstützt wird. Die Hoffnung auf einen vielseitig einsetzbaren Controller, der vor allem ohne jegliches Gefrickel unter Linux läuft, wird jedoch schnell enttäuscht.

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Kernel-Unterstützung für den Steam Controller

Valve hat bei der Entwicklung der Steam Machines dafür gesorgt, dass der dazugehörige Controller mittlerweile in jeder Linux-Distribution zumindest theoretisch problemlos erkannt und genutzt werden kann. Dazu sind auch führende Kernel-Hacker wie Greg Kroah-Hartman frühzeitig mit Prototypen sowie der finalen Version des Gamepads ausgestattet worden. Ein derartiger Support durch langjährige Linux-Entwickler gilt gemeinhin als Garantie für die bestmögliche Hardwareunterstützung mit Hilfe der entsprechenden Treiber.

Schon beim ersten Start einer Steam Machine, die direkt in den Big-Picture-Mode bootet, lässt sich der Steam Controller wie erwartet sofort einsetzen. Analog zu dem Erlebnis unter Windows ist dabei die ungewohnte Handhabung des Geräts das mit Abstand größte Problem. Viel mehr als ein schneller Test zum Verifizieren der Funktion mit einer der bekannten Linux-Distributionen sollte schließlich nicht mehr nötig sein.

  • Der Steam Controller von vorne (Bilder: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Rückseite des Steam Controllers
  • Das Batteriefach scheppert meist ein wenig beim Öffnen. Jeweils eine Batterie wird in den Griffen eingelegt.
  • Analogstick und die Knöpfe A, B, X und Y sind nicht ideal platziert.
  • Der Steam Controller bietet auf jeder Seite drei rückwärtige Knöpfe.
  • Über ein Micro-USB-Kabel kann der Controller auch verkabelt statt kabellos genutzt werden.
  • Wir aktualisieren die Firmware.
Analogstick und die Knöpfe A, B, X und Y sind nicht ideal platziert.

Doch als wir das zum Controller gehörende USB-Dongle in einen Rechner mit einem Opensuse Tumbleweed stecken, passiert zunächst gar nichts. Das Verhalten tritt auch bei Ubuntu 14.04 mit Langzeitunterstützung auf.

Update, Steam-Download oder von Hand nacharbeiten

Zwar wird das Gerät am USB-Port erkannt, was die Ausgabe des Befehls lsusb bestätigt, doch der Steam Controller ist nicht direkt benutzbar wie mit der Steam Machine. Nach einer kurzen Recherche war der Grund schnell gefunden: Die Udev-Regeln fehlten auf unseren Systemen. Der Controller war damit nicht einsatzfähig. Für die zurzeit gepflegten Ubuntu-Versionen sind die Regeln aber inzwischen als Update erschienen, so dass eine Aktualisierung zur Benutzung ausreichen sollte, falls sie nicht sowieso schon durchgeführt wurde.

Für Nutzer anderer Linux-Distributionen, in denen die notwendigen Udev-Regeln noch nicht standardmäßig bereitstehen, bleiben prinzipiell zwei Möglichkeiten, um den Controller benutzen zu können: Zum einen können die Regeln schnell in eine Textdatei geschrieben werden, zum anderen sollte der Start des Steam-Clients dafür sorgen, dass der Controller erkannt wird und dann zur Verfügung steht.

Tastatur- und Mausemulation statt Joystick

So kann dann, wie unter Windows auch, das rechte Touchpad auf dem Controller zum Bewegen des Mauszeigers genutzt werden und das Steuerkreuz dient der Navigation analog zu den Pfeiltasten einer Tastatur. Der rechte Schultertrigger löst einen Linksklick aus, der linke Trigger einen Rechtsklick. Anders als bei bisherigen Gamepads, wie etwa den Xbox-360-Controllern, ist eine Konfiguration des Steam Controllers über die bekannten Werkzeuge von Linux aber noch nicht möglich.

So gibt es zum Beispiel in den Linux-Desktops Einstellungsoptionen für Geräte, die als Joystick erkannt werden, wie eben die Xbox-360-Controller. Doch der Steam Controller wird eben nicht als Joystick erkannt, sondern als Tastatur und Maus. Und die technischen Details dazu sind sogar noch etwas komplizierter.

Standard-Mapping oder Multifunktionsgerät für Hardware-Hacker 

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spiderbit 21. Nov 2015

deine Grundaussage ist aber falsch, ist die Spieleunterstuetzung fuer Linux sehr sehr...

dEEkAy 20. Nov 2015

Bluetooth? Wirklich? Wusste gar nich, dass der Steam Controller per Bluetooth funkt...

MatroxVS3dfx 20. Nov 2015

Ich bin ein Kind der Arcade Prügel Generation und besitzt einen Xbox 360, PS4 controller...

dEEkAy 19. Nov 2015

Ich habe immer mehr das Gefühl, die Leute verstehen nicht wozu es den Steam Controller...

SoniX 19. Nov 2015

Kann ich mal nachsehen. Naja wenn ich mir den Artikel so durchlese wo man neueste...



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