• IT-Karriere:
  • Services:

Standard-Mapping oder Multifunktionsgerät für Hardware-Hacker

Laut den Log-Dateien unserer Rechner wird das Gerät sofort vom Kernel erkannt und als Valve Software Steam Controller identifiziert, oder auch als Valve Software Wired Controller, falls dieser nicht über das Dongle, sondern per USB-Kabel direkt an den Rechner angeschlossen ist. Wie bei anderen USB-Geräten stehen diese dann dem System ihrer Produktkategorie entsprechend zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Stellenmarkt
  1. Technische Informationsbibliothek (TIB), Hannover
  2. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Wolfsburg

Wie zu erwarten, wird der Steam Controller dabei als USB Human Interface Device (HID) erkannt - nur eben nicht als ein einziges, sondern als mehrere. So ist das Gamepad aus Sicht des Kernels eine Kombination aus Tastatur und Maus sowie noch drei weiteren, nicht näher spezifizierten Eingabegeräten, die schlicht als "Device" aufgeführt werden.

Rohe Geräteeingaben

Worum es sich genau bei den nicht näher bezeichneten Geräten handelt, lässt sich zunächst nur vermuten. Doch die schiere Fülle an Eingabemöglichkeiten des Steam Controllers bleibt wohl bisher unerreicht. So verfügt das Gamepad über zwei Touchpads und darunter liegende Knöpfe, einen Analogstick, vier Aktionstasten, zwei Schultertasten, zwei analoge Schultertrigger mit digitalem Klick, je einen Start- und Select-Knopf, zwei Knöpfe an der Unterseite und letztlich auch noch einen Gyrosensor.

Dass Valve sich angesichts dieser Vielzahl dazu entschieden hat, den Controller als mehrere Geräte anzusprechen, ist vollkommen nachvollziehbar. Auch werden die Eingaben, größtenteils an Rohgerätetreiber (HIDRAW) im Kernel übertragen. Das heißt, für die Aktionen wird kein standardisiertes Protokoll verwendet, sondern es werden vollkommen gerätespezifische Eingaben genutzt.

Viele Möglichkeiten für Hardware-Hacker

Der Dokumentation des Linux-Kernels zufolge soll HIDRAW dann eingesetzt werden, wenn die Anwendung im Userspace genau weiß, wie sie mit dem Gerät kommunizieren muss. Für Valve stellt das mit dem Steam-Client selbst kein Problem dar, vor allem nicht die Konfiguration für eine Neuanordnung der Tastenaktionen. Diese Herangehensweise zeigt allerdings auch sehr deutlich den starken Fokus von Valve auf seine eigene Gaming-Plattform.

Spieler, die das Gamepad als umfassendes und vom Hersteller unterstütztes Linux-Gamepad auch unabhängig von Steam nutzen wollen, werden von dieser Art der Userspace-Implementierung stark eingeschränkt. Immerhin werden die Nutzer ohne Steam gezwungen, das Standard-Mapping der Tasten zu benutzen, und eine von Valve unterstützte freie Umsetzung der Treiber im Userspace gibt es noch nicht.

Der Treiber im Kernel sowie das Gamepad selbst sollten findigen Hardware-Tüftlern aber reichen, um die Kommunikation mitzuschneiden und damit einen voll funktionsfähigen Userspace-Treiber zu erstellen, der auch ohne Steam-Client genutzt werden kann. Auf Github gibt es bereits ein Projekt, das versucht, genau dies umzusetzen.

Freier Userspace-Treiber möglich

Noch ist dies aber ein eigenständiger Treiber, der nicht in den üblichen Stack einer Linux-Distribution eingepflegt ist. Für eine möglichst weite Verbreitung und Nutzbarkeit des Treibers sollte dieser wohl aber eher in Libinput oder die erst in diesem Jahr begonnene Bibliothek Libratbag integriert werden.

Letztere soll den Fähigkeiten moderner Gaming-Mäuse mit ihren vielen Einstellungsoptionen gerecht werden und die Nutzung von Profilen ermöglichen. Vielleicht könnte der Steam Controller auf ganz ähnliche Weise an ein Linux-System angebunden werden. Dann könnte das Gamepad wohl auch für fast alle Spieleszenarien unter Linux eingesetzt werden, die über den Steam-Client hinausgehen. Sei es mit Wine, im Retro-Emulator oder auch für native Portierungen von Spielen, die nicht an Steam gebunden sind.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Steam-Controller-Technik angesehen: Das ultimative Linux-Gamepad braucht noch Zeit
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Mega Man Legacy Collection 2 für 5,99€, Unrailed! für 11€, Embr für 11€)
  2. 1.099€ (Bestpreis mit MediaMarkt und Amazon)
  3. 1.099€ (Bestpreis mit Saturn und MediaMarkt)
  4. (u. a. Oppo Smartphones, Wearables und Kopfhörer (u. a. OPPO Reno4 Pro 5G 128GB 6,5 Zoll 90Hz...

spiderbit 21. Nov 2015

deine Grundaussage ist aber falsch, ist die Spieleunterstuetzung fuer Linux sehr sehr...

dEEkAy 20. Nov 2015

Bluetooth? Wirklich? Wusste gar nich, dass der Steam Controller per Bluetooth funkt...

MatroxVS3dfx 20. Nov 2015

Ich bin ein Kind der Arcade Prügel Generation und besitzt einen Xbox 360, PS4 controller...

dEEkAy 19. Nov 2015

Ich habe immer mehr das Gefühl, die Leute verstehen nicht wozu es den Steam Controller...

SoniX 19. Nov 2015

Kann ich mal nachsehen. Naja wenn ich mir den Artikel so durchlese wo man neueste...


Folgen Sie uns
       


Playstation 5 ausgepackt

Im Video packt Golem.de aus: Nämlich die Playstation 5 von Sony.

Playstation 5 ausgepackt Video aufrufen
Laschet, Merz, Röttgen: Mit digitalem Bullshit-Bingo zum CDU-Vorsitz
Laschet, Merz, Röttgen
Mit digitalem Bullshit-Bingo zum CDU-Vorsitz

Die CDU wählt am Wochenende einen neuen Vorsitzenden. Merz, Laschet und Röttgens Chefstrategin Demuth haben bei Netzpolitik noch einiges aufzuholen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Digitale Abstimmung Armin Laschet ist neuer CDU-Vorsitzender
  2. Netzpolitik Rechte Community-Webseite Voat macht Schluss

CPU und GPU vereint: Wie die Fusion zu AMDs Zukunft wurde
CPU und GPU vereint
Wie die Fusion zu AMDs Zukunft wurde

Mit Lauchgemüse und Katzen-Kernen zu Playstation und Xbox: Wir blicken auf ein Jahrzehnt an Accelerated Processing Units (APUs) zurück.
Ein Bericht von Marc Sauter


    Moodle: Was den Lernraum Berlin in die Knie zwang
    Moodle
    Was den Lernraum Berlin in die Knie zwang

    Eine übermäßig große Datenbank und schlecht optimierte Abfragen in Moodle führten zu Ausfällen in der Online-Lernsoftware.
    Eine Recherche von Hanno Böck


        •  /