Abo
  • Services:
Anzeige
Auch unter Linux kann der Steam Controller noch nicht voll überzeugen.
Auch unter Linux kann der Steam Controller noch nicht voll überzeugen. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Standard-Mapping oder Multifunktionsgerät für Hardware-Hacker

Laut den Log-Dateien unserer Rechner wird das Gerät sofort vom Kernel erkannt und als Valve Software Steam Controller identifiziert, oder auch als Valve Software Wired Controller, falls dieser nicht über das Dongle, sondern per USB-Kabel direkt an den Rechner angeschlossen ist. Wie bei anderen USB-Geräten stehen diese dann dem System ihrer Produktkategorie entsprechend zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Anzeige

Wie zu erwarten, wird der Steam Controller dabei als USB Human Interface Device (HID) erkannt - nur eben nicht als ein einziges, sondern als mehrere. So ist das Gamepad aus Sicht des Kernels eine Kombination aus Tastatur und Maus sowie noch drei weiteren, nicht näher spezifizierten Eingabegeräten, die schlicht als "Device" aufgeführt werden.

Rohe Geräteeingaben

Worum es sich genau bei den nicht näher bezeichneten Geräten handelt, lässt sich zunächst nur vermuten. Doch die schiere Fülle an Eingabemöglichkeiten des Steam Controllers bleibt wohl bisher unerreicht. So verfügt das Gamepad über zwei Touchpads und darunter liegende Knöpfe, einen Analogstick, vier Aktionstasten, zwei Schultertasten, zwei analoge Schultertrigger mit digitalem Klick, je einen Start- und Select-Knopf, zwei Knöpfe an der Unterseite und letztlich auch noch einen Gyrosensor.

Dass Valve sich angesichts dieser Vielzahl dazu entschieden hat, den Controller als mehrere Geräte anzusprechen, ist vollkommen nachvollziehbar. Auch werden die Eingaben, größtenteils an Rohgerätetreiber (HIDRAW) im Kernel übertragen. Das heißt, für die Aktionen wird kein standardisiertes Protokoll verwendet, sondern es werden vollkommen gerätespezifische Eingaben genutzt.

Viele Möglichkeiten für Hardware-Hacker

Der Dokumentation des Linux-Kernels zufolge soll HIDRAW dann eingesetzt werden, wenn die Anwendung im Userspace genau weiß, wie sie mit dem Gerät kommunizieren muss. Für Valve stellt das mit dem Steam-Client selbst kein Problem dar, vor allem nicht die Konfiguration für eine Neuanordnung der Tastenaktionen. Diese Herangehensweise zeigt allerdings auch sehr deutlich den starken Fokus von Valve auf seine eigene Gaming-Plattform.

Spieler, die das Gamepad als umfassendes und vom Hersteller unterstütztes Linux-Gamepad auch unabhängig von Steam nutzen wollen, werden von dieser Art der Userspace-Implementierung stark eingeschränkt. Immerhin werden die Nutzer ohne Steam gezwungen, das Standard-Mapping der Tasten zu benutzen, und eine von Valve unterstützte freie Umsetzung der Treiber im Userspace gibt es noch nicht.

Der Treiber im Kernel sowie das Gamepad selbst sollten findigen Hardware-Tüftlern aber reichen, um die Kommunikation mitzuschneiden und damit einen voll funktionsfähigen Userspace-Treiber zu erstellen, der auch ohne Steam-Client genutzt werden kann. Auf Github gibt es bereits ein Projekt, das versucht, genau dies umzusetzen.

Freier Userspace-Treiber möglich

Noch ist dies aber ein eigenständiger Treiber, der nicht in den üblichen Stack einer Linux-Distribution eingepflegt ist. Für eine möglichst weite Verbreitung und Nutzbarkeit des Treibers sollte dieser wohl aber eher in Libinput oder die erst in diesem Jahr begonnene Bibliothek Libratbag integriert werden.

Letztere soll den Fähigkeiten moderner Gaming-Mäuse mit ihren vielen Einstellungsoptionen gerecht werden und die Nutzung von Profilen ermöglichen. Vielleicht könnte der Steam Controller auf ganz ähnliche Weise an ein Linux-System angebunden werden. Dann könnte das Gamepad wohl auch für fast alle Spieleszenarien unter Linux eingesetzt werden, die über den Steam-Client hinausgehen. Sei es mit Wine, im Retro-Emulator oder auch für native Portierungen von Spielen, die nicht an Steam gebunden sind.

 Steam-Controller-Technik angesehen: Das ultimative Linux-Gamepad braucht noch Zeit

eye home zur Startseite
spiderbit 21. Nov 2015

deine Grundaussage ist aber falsch, ist die Spieleunterstuetzung fuer Linux sehr sehr...

dEEkAy 20. Nov 2015

Bluetooth? Wirklich? Wusste gar nich, dass der Steam Controller per Bluetooth funkt...

MatroxVS3dfx 20. Nov 2015

Ich bin ein Kind der Arcade Prügel Generation und besitzt einen Xbox 360, PS4 controller...

dEEkAy 19. Nov 2015

Ich habe immer mehr das Gefühl, die Leute verstehen nicht wozu es den Steam Controller...

SoniX 19. Nov 2015

Kann ich mal nachsehen. Naja wenn ich mir den Artikel so durchlese wo man neueste...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Hamburg
  2. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  3. SGH Service GmbH, Hildesheim
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€ + 5,00€ Versand (USK 18)
  2. 28,99€
  3. 7,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Digital Paper DPT-RP1

    Sonys neuer E-Paper-Notizblock wird 700 US-Dollar kosten

  2. USB Typ C Alternate Mode

    Thunderbolt-3-Docks von Belkin und Elgato ab Juni

  3. Sphero Lightning McQueen

    Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  4. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  5. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  6. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  7. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  8. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  9. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  10. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Re: 300¤

    El Gato | 14:34

  2. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    __destruct() | 14:29

  3. Re: Gutes Konzept... schrottiges OS, und dann 4000¤

    Seroy | 14:28

  4. Re: Ich werd es mir wohl kaufen oder gibt es...

    picaschaf | 14:19

  5. Re: 700$ - Ich hätte da eine bessere Lösung...

    picaschaf | 14:19


  1. 10:10

  2. 09:59

  3. 09:00

  4. 18:58

  5. 18:20

  6. 17:59

  7. 17:44

  8. 17:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel