Steam: Computerspiele boomen wegen Coronavirus

Bei Steam gab es neue Rekorde, auch Dienste wie Xbox Live werden stärker genutzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Ring Fit Adventure
Artwork von Ring Fit Adventure (Bild: Nintendo)

Genau 1.024.845 Spieler haben sich am 15. März 2020 gleichzeitig mit Counter-Strike: Global Offensive beschäftigt. Damit hat das Actionspiel von Valve einen neuen Rekord aufgestellt - und den gerade mal einen Tag alten Rekord gebrochen, bei dem Counter-Strike erstmals die Zahl von mehr als einer Million Spieler erreicht hat. Schon Anfang März 2020 wurde ein neuer Rekord aufgestellt: Rund 924.000 Spieler waren damals online. Davor hatte es jahrelang keinen derartigen Höchststand gegeben.

Auch auf der ebenfalls Valve gehörenden Plattform Steam wurde am 15. März mit 20.313.476 Millionen Nutzern ein neuer Rekord aufgestellt. Die Zahlen sind umso imposanter, als erst am 10. März 2020 über Battle.net - also nicht über Steam - das Actionspiel Warzone veröffentlicht wurde, das ebenfalls extrem erfolgreich gestartet ist. Innerhalb der ersten 24 Stunden haben laut dem Entwicklerstudio Infinity Ward rund 6 Millionen Spieler in dem Battle-Royale-Ableger von Call of Duty gekämpft.

Einer der wesentlichen Gründe für die hohen Spielerzahlen dürften Angst und Ausgangssperren oder -beschränkungen wegen des Coronavirus sein. Das sorgt nicht nur bei Steam und Battle.net für hohe Nachfrage, sondern auch bei anderen Spielefirmen. "Ja, die Nutzung ist bei nahezu allem gestiegen", bestätigt Phil Spencer von Microsoft. Dort gab es dann tatsächlich Ausfälle bei Xbox Live, die nach ein paar Stunden aber behoben waren.

Davon abgesehen, scheint es aber keine nennenswerten Probleme mit Onlinediensten, Matchmaking oder den Spieleservern zu geben. Eines der größten Probleme für sportliche Spieler: Das für Fitnessübungen vor dem heimischen Fernseher gedachte Ring Fit Adventure (Ausprobiert auf Golem.de) für Nintendo Switch ist so gut wie überall ausverkauft. Hierzulande ist es über den Marktplatz von Amazon derzeit ab 160 Euro erhältlich - allerdings werden nur drei Exemplare offeriert (das teuerste für 280 Euro).

Generell scheint es in den von Ausgangssperren besonders betroffenen Ländern Italien und China trotz enorm gestiegener Onlinenutzung kaum Probleme mit den Providern zu geben. Nach ein paar kürzeren Ausfällen bei Kunden von Tencent in China hat das Unternehmen unter anderem den Spielern von Honor of Kings kostenlose Spieleinhalte angeboten. In den kommenden Tagen will die Firma ihre aktuellen Geschäftszahlen veröffentlichen, Analysten erwarten laut Yahoo Finance stark angestiegene Umsätze.

Kein Geld lässt sich dagegen bis auf weiteres mit Spielen und anderen Apps im App Store von Apple verdienen. Das Unternehmen hat beschlossen, dass Games rund um das Coronavirus und die damit verbundene Lungenkrankheit Covid-19 nicht zugelassen werden, sofern sie nicht der Information dienen und von "anerkannten Institutionen" stammen, schreibt unter anderem CNBC. Bereits in den vergangenen Tagen war das relativ populäre Spiel Plague Inc. aus dem Angebot entfernt worden.

Ebenfalls Einschränkungen gibt es in Pokémon Go: Dessen Betreiber Niantic hat laut Gamesindusty.biz einige Regeln geändert, so dass Spieler nun weniger nach draußen gehen müssen. So sind für das Ausbrüten von Eiern weniger Schritte nötig, es gibt mehr Belohnungen von Pokéstops und die Spawnraten sind höher als sonst.

In den ebenfalls von Niantic stammenden Spielen Wizards Unite (Harry Potter Go) und Ingress gibt es ähnliche Anpassungen. Aus der Community ist allerdings Kritik zu hören, dass es in den Titeln immer noch zu große Anreize gibt, die eigenen vier Wände zu verlassen. Niantic hat sich dazu noch nicht geäußert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


wurstdings 17. Mär 2020

Da sieht man mal, wo die Leute mit Humor leben ... :D

GIBCARDHOCK 16. Mär 2020

Naja war für mich auch der Grund aufzuhören weil ich immer aus der arena geworfen worde...

Keksmonster226 16. Mär 2020

Da steht auch beta dran

BlindSeer 16. Mär 2020

Ist ein DRM Server bei dem alle anklopfen müssen eigentlich eine öffentliche...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Künstliche Intelligenz
So funktioniert ChatGPT

Das mächtige Sprachmodell ChatGPT erzeugt Texte, die sich kaum von denen menschlicher Autoren unterscheiden lassen. Wir erklären die Technologie hinter dem Hype.
Ein Deep Dive von Helmut Linde

Künstliche Intelligenz: So funktioniert ChatGPT
Artikel
  1. Streamer: Rocket Beans muss in Kurzarbeit
    Streamer
    Rocket Beans muss in Kurzarbeit

    Der Gaming-Kanal Rocket Beans hat wirtschaftliche Schwierigkeiten. Mitarbeiter müssen in Kurzarbeit, einige Sendungen entfallen.

  2. i4: BMW lässt sich am Berg nicht updaten
    i4
    BMW lässt sich am Berg nicht updaten

    Die Besitzerin eines BMW i4 hat die Fehlermeldung entdeckt, ihr Parkplatz sei zu steil für ein Update der Bordsoftware.

  3. Volker Wissing: Schienengüterverbände sind gegen Autobahnausbau
    Volker Wissing
    Schienengüterverbände sind gegen Autobahnausbau

    Für den Güterverkehr sollte vermehrt auf die Bahn gesetzt werden und nicht auf mehr LKW. Für die gebe es eh nicht genug Fahrer, meinen Verbände.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM im Preisrutsch - neue Tiefstpreise! • Powercolor RX 7900 XTX 1.195€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 329€ • Nur noch heute TV-Sale mit bis 77% Rabatt bei Otto • Lenovo Tab P11 Plus 249€ • MindStar: Intel Core i7 13700K 429€ • Logitech G915 Lightspeed 219,89€ • PCGH Cyber Week [Werbung]
    •  /