Steam Box: Gabe Newell über Prototypen und Puls-Controller

Am Rande einer Preisverleihung hat Valve-Chef Gabe Newell über die Steam Box gesprochen: In drei bis vier Monaten sollen Spieler erste Prototypen ausprobieren und sich dabei offenbar vom Controller den Puls fühlen lassen können.

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Valve-Chef Gabe Newell bei der Bafta-Preisverleihung
Valve-Chef Gabe Newell bei der Bafta-Preisverleihung (Bild: Bafta)

In London hat Valve-Chef Gabe Newell einen Preis der British Academy of Film and Television Arts (Bafta) entgegengenommen und dabei mit der BBC über die Steam Box gesprochen. Nach Angaben von Newell sollen Spieler in drei bis vier Monaten erste Prototypen des Geräts bekommen, damit die Hardwareentwickler von Valve Praxiserfahrungen sammeln können. Details darüber, wer an den Tests teilnehmen kann, liegen nicht vor. Eine besondere Rolle spielen laut Newell die Punkte Geräusch- und Wärmeentwicklung, weshalb in der Steam Box wohl auch SSDs statt Festplatten verbaut werden.

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Newell deutet an, dass sich Valve besonders mit dem Controller seiner Steam Box beschäftigt. Laut Newell ist es das Ziel, dass Games auf die Gefühle des Spielers reagieren. Wenn der etwa bei einer Partie Left 4 Dead sehr aufgeregt ist, soll das Spiel nach Vorgaben der Designer anders ablaufen. Um den Erregungszustand zu messen, könnte der Controller etwa die Pulsfrequenz erfassen. Im Rahmen des Betatests sollen die Spieler mehrere unterschiedliche Eingabegeräte ausprobieren können.

Valve gilt seit jeher als Entwicklerstudio, das die Daten des Spielers in großem Umfang erfasst und auswertet. Bereits beim ersten Half-Life hatten die Designer etwa die in den Gängen verteilten Munitionsvorräte und Medizinkisten mit Algorithmen platziert, deren Basisdaten bei Probedurchgängen ermittelt worden waren - damals war das in der Form noch nicht üblich.

Die Steam Box soll eine Linux-basierte Konsole mit PC-Technologie werden, für die Spiele aus Steam heruntergeladen werden und dann auf dem Wohnzimmer-TV im Big-Picture-Modus laufen sollen. Das Gerät ist als offene Plattform konzipiert - wer mag, kann also auch Windows installieren. Andere Hersteller können ebenfalls eigene Steam-Boxen herstellen. Im Januar 2013 hatte etwa das Unternehmen Xi3, an dem Valve beteiligt ist, unter dem Projektnamen Piston einen eigenen Prototyp vorgestellt.

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Newell begrüßt in dem Interview generell, dass sich Spielehardware in Richtung des PC bewege und meint damit auch die Playstation 4. Das mache Entwicklern das Leben leichter, etwa beim Debugging der APIs.

Bei der Preisverleihung der Bafta hat sich der BBC-Reporter bei Newell übrigens auch nach Half-Life 3 und Fortsetzungen zu anderen Reihen, etwa Portal, erkundigt. Der Valve-Chef wollte sich dazu nicht äußern. Sein Studio mache sich aber bei allen Serien immer wieder Gedanken, was damit noch gemacht werden könne, sagte er.

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