Scheuer verzögert Umsetzungspaket für Level 4

Der US-Elektroautohersteller vermarktet schon seit Jahren seine Funktionen als "Autopilot", auch wenn die Fahrer weiterhin jederzeit das Fahrgeschehen überwachen müssen. Pressesprecher Samy Abdel Aal konnte auf Anfrage von Golem.de jedoch nicht die Frage beantworten, ob nun Funktionen wie das Stop-and-Go-Fahren in den Level-3-Modus gehoben werden sollen. Für Tesla hätte das ebenfalls rechtliche Auswirkungen, da nun der Hersteller für mögliche Unfälle im Staupilot-Modus haften würde.

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Volvo-Chef Hakan Samuelsson hatte schon im Jahr 2017 solchen Plänen für Level 3 eine Absage erteilt. "In diesem Modus ist das Auto für das Fahren verantwortlich, dennoch muss der Fahrer bereit sein, im Notfall innerhalb weniger Sekunden die Kontrolle zu übernehmen. Volvo hält den Fahrmodus der Stufe 3 für unsicher und wird diese Stufe des autonomen Fahrens daher überspringen", hatte Samuelsson gesagt. Stattdessen wolle der schwedisch-chinesische Hersteller im Jahr 2021 ein vollautomatisiertes Fahrzeug der Stufe 4 auf den Markt bringen.

Noch keinen Entwurf vorgelegt

Doch für diese Stufe dürfte es im kommenden Jahr noch keine einheitlichen Zulassungskriterien geben. Die Bundesregierung hat aus diesem Grund auf dem Autogipfel im November 2019 ein Umsetzungspaket automatisiertes Fahren angekündigt, dass schon im März 2020 vom Bundeskabinett verabschiedet werden sollte.

Auf Nachfrage erklärte das Bundesverkehrsministerium damals, es wolle "die technischen Vorgaben für das autonome Fahrzeug bis zum Vorliegen von zukünftigen internationalen oder EU-Regelungen national regeln, um autonomes Fahren auf den Straßen (in besonderen Anwendungsfällen) bald möglich machen zu können".

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Doch passiert ist seitdem in dieser Hinsicht nichts. Nun teilte das Ministerium auf Nachfrage mit, dass noch immer kein ressortabgestimmter Referentenentwurf vorliege. Wann dies der Fall sein könnte, beantwortete das Ministerium auf mehrfache Nachfrage bislang nicht.

Weitere Beschlüsse des Autogipfels ignoriert

Andere Beschlüsse des Autogipfels hat das Ministerium unter Dobrindts Nachfolger Andreas Scheuer (CSU) bislang ebenfalls ignoriert. So war ein "umfassendes Datennetzwerk Mobilität" für Ende 2019 angekündigt worden. Auf mehrfache Nachfrage hat das Ministerium nicht die Frage beantwortet, ob dieses Netzwerk inzwischen eingerichtet wurde oder zu welchem Termin das geplant ist.

Offensichtlich ist der Druck der Autoindustrie anders als vor fünf Jahren nicht so groß, dass die Bundesregierung nun wieder unbedingt Vorreiter bei den nächsten Stufen des autonomen Fahrens sein will. Es bleibt daher abzuwarten, wann Minister Scheuer einmal zu einer Probefahrt in einem autonomen Mercedes oder BMW eingeladen wird.

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 Stolpersteine und Erfolgsfaktoren
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Lachser 31. Jul 2020

Muss dich enttäuschen, Shadowing ist Marketing. Aber es scheint zu funktionieren und es...

Jakelandiar 20. Jul 2020

Das versteh ich nicht warum das so sein sollte. Wenn mich mein Auto zur Arbeit fährt...

x-beliebig 16. Jul 2020

Da wirfst du verschiedene Dinge durcheinander. Die Probleme, die in der Luftfahrt auf...

GAK 14. Jul 2020

Nein, sowas auch. Ist Dir aufgefallen dass sich meine Nachfrage auf die Aussage von...

Fernando-05 14. Jul 2020

Man müsste heute schon einen weltweiten Standard setzen. Alle Autos müssten miteinander...



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