Testkataloge für bestimmte Fahrmanöver

Dementsprechend gibt es Anforderungen für bestimmte Fahrmanöver. Dazu gehören unter anderem das korrekte Einhalten der Fahrspur und des Sicherheitsabstands, das Einfädeln anderer Autos in die eigene Spur, das Ausscheren des vorausfahrenden Fahrzeugs und eine Notbremsung bei kreuzenden Verkehrsteilnehmern. Frankreich hat dazu einen Testkatalog vorgestellt (PDF). So müssen die Fahrzeuge auch in der Lage sein, bei einem unvermutet einscherenden Fahrzeug eine Kollision zu vermeiden. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat ebenfalls ein Testkonzept vorgestellt (PDF). Auch dabei geht es darum, Kriterien für die selbstfahrenden Fahrzeuge festzulegen, die dann auf Teststrecken überprüft werden können.

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Konkretere Vorschläge gibt es inzwischen auch für die Fahrerüberwachung. Demnach gilt der Fahrer als ausreichend aufmerksam, wenn er in den zurückliegenden 30 Sekunden irgendeine Fahrzeugsteuerung betätigt hat, in einem Intervall von 35 Sekunden bewusst seinen Kopf oder Körper bewegt hat oder seine Augen nicht länger als 4 Sekunden geschlossen waren. Um dies zu kontrollieren, muss das Auto den Fahrer permanent beobachten.

Sollte die Regelung im Frühjahr 2020 tatsächlich beschlossen werden, hätten die im April 2015 begonnenen Verhandlungen gut fünf Jahre gedauert. Die überhastete Art und Weise, mit der Deutschland im Jahr 2017 als weltweit erstes Land das hochautomatisierte Fahren erlaubte, hätte sich der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) also sparen können. Solche jahrelangen Verzögerungen soll es künftig nicht mehr geben, wenn die nächsten Automatisierungsstufen auf die Straße gebracht werden.

Deutschland soll Vorreiter werden

So hat die Bundesregierung auf einem Autogipfel mit der Autoindustrie Anfang November vereinbart, dass Deutschland beim automatisierten Fahren und vernetzter Mobilität Vorreiter werden soll. Es würden "zügig innovationsfreundliche rechtliche und technische Rahmenbedingungen geschaffen". Automatisierte Fahrfunktionen sollten schnell auf die Straße gebracht werden. Im März will die Bundesregierung demnach ein Umsetzungspaket automatisiertes Fahren verabschieden.

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Doch um welche Fahrfunktionen handelt es sich dabei? Das Bundesverkehrsministerium verweist dazu auf den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD (PDF), in dem es heißt: "Bis zum Ende der Legislaturperiode werden wir die rechtlichen Voraussetzungen für vollautonome Fahrzeuge (Stufe 5) auf geeigneten Infrastrukturen schaffen."

So weit will die Regierung allerdings noch nicht gehen.

Level 4 im Fokus

Zunächst stünden autonome Systeme nach Level 4 im Fokus, die fahrerlos in begrenzten Anwendungsfällen fahren und unterschiedliche Mobilitätsbedarfe abdecken könnten. Das Ministerium nennt keine konkreten Beispiele, doch dies könnten voll funktionsfähige Autobahnpiloten sein, aber auch selbstfahrende Taxis oder Busse in Innenstädten. Das Verkehrsministerium will dabei "die technischen Vorgaben für das autonome Fahrzeug bis zum Vorliegen von zukünftigen internationalen oder EU-Regelungen national regeln, um autonomes Fahren auf den Straßen (in besonderen Anwendungsfällen) bald möglich machen zu können".

Das hat für die Autohersteller Vor- und Nachteile. Zwar könnten sie dadurch in Deutschland möglicherweise schneller ihre Produkte auf den Markt bringen, doch könnte deren Nutzung in anderen Ländern Europas unzulässig sein. Zudem müssten sie die Funktionen möglicherweise anpassen und verändern, wenn international dann andere Regelungen eingeführt würden.

Selbst bei einer scheinbar einfachen Funktion wie dem Staupiloten musste Audi einräumen, dass die Tests eine große Herausforderung darstellten. "Es gibt leider keinen Stau on demand, weshalb das Testing im realen Straßenverkehr zeitaufwendig ist", hatte ein Audi-Experte im Gespräch mit Golem.de gesagt.

Bei der Entwicklung der höheren Automatisierungsgrade bleibt Audi im Volkswagen-Konzern ohnehin außen vor.

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 Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam aufAudi schränkt Entwicklung stark ein 
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Saladien 12. Dez 2021

Einfach mal Volvo fahren. Da bin ich sehr erschrocken wie gut das Level 2 funktioniert...

E-Mover 10. Dez 2019

Erklär mal, wann und bei was (Level 4 Fahrzeug?) das schon passiert ist!?

E-Mover 10. Dez 2019

Aber hoffentlich die Warp-Edition ;)

E-Mover 10. Dez 2019

+1 Vor allem hat da niemand einen Tesla gehackt und ihn in den Gegenverkehr fahren...



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