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Matrix-Verbesserungen dank Frankreich

Schon kurz nachdem die Entscheidung im vergangenen Frühjahr auf Matrix gefallen sei, so Hodgson, habe das Entwicklerteam der Digitalbehörde DINSIC bereits im Mai mit der Entwicklung eigener Clients begonnen. Der Grund dafür sei recht simpel. So sei der bisherige Standardclient für Matrix, Riot, nicht besonders hübsch, wie Hodgson in seinem Vortrag einräumte. Die DINSIC habe dafür aber die Möglichkeit, mit einem bezahlten Team eine professionelle grafische Oberfläche für den Dienst zu gestalten.

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Dazu haben die Entwickler eine eigene Abspaltung von Riot begonnen. Der Quellcode für Android- und iOS-App sowie für den Webclient steht auf Github unter der Apache-Lizenz zur Verfügung. Die Matrix-Community arbeitet mittlerweile mit Riot-X ebenfalls an einer völligen Neugestaltung seiner Apps, was Hodgson bei seinem Vortag mit einer funktionstüchtigen Demo zeigte.

Schon im Juni vergangenen Jahres begannen erste Produktivtests mit Nutzern in verschiedenen Behörden. Parallel dazu führte die Behörde ANSSI eine Sicherheitsüberprüfung des Quellcodes von Matrix und der Clients durch. Die ANSSI ist von ihren Aufgaben her grob vergleichbar mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Deutschland.

Viele Detailverbesserungen

In den vergangenen Monaten hat das Team darüber hinaus einige spezifische Funktionen für den Einsatz von Matrix im französischen Staat umgesetzt. Hierzu gehört etwa ein Malware-Scanner und Antivirus-Software, die zum Beispiel Dateianhänge automatisch prüft.

Durch die Kooperation haben die Entwickler auch einige Leistungsoptimierungen an Matrix vorgenommen. Dazu gehört etwa ein sogenanntes Lazy Loading von Gruppeninhalten über die Server-Förderation. Die Inhalte werden demnach nur dann zwischen den Servern abgerufen, wenn Nutzer diese Inhalte benötigen, etwa weil sie einer Gruppe beitreten. Ebenso sind einige Bestandteile von Matrix auf Python 3 portiert worden, was deutlich weniger CPU-Last erzeugt als bisher.

Die letztgenannten Änderungen kommen langfristig auch allen anderen Matrix-Nutzern zugute, da diese in die freie Software einfließen. Weitere Änderungen, die mit dem Matrix-Einsatz in den Behörden zusammenhängen, betreffen die APIs und Spezifikationen der Software, die nun erstmals eingefroren sind. Das soll einen dauerhaften, stabilen Betrieb verschiedener Instanzen in einem föderierten Netzwerk gewährleisten können.

In Kürze soll ebenfalls eine Authentifizierung der föderierten Server verfügbar sein, was über eine TLS-Infrastruktur umgesetzt wird. Für die Zertifikate in der Community-Version kann Let's Encrypt als CA genutzt werden. Zum Auffinden neuer Matrix-Server kann darüber hinaus das URI-Schema auf Basis des Verzeichnisses .well-known genutzt werden.

Details, Pläne oder gar einen zeitlichen Ablauf zur Nutzung von Matrix in der französischen Regierung nannte Hodgson in seinem Vortrag nicht. Wann die Software also tatsächlich alle Staatsbediensteten und später auch Bürger erreicht, ist noch nicht klar. Die Matrix-Community wird diesen Prozesse aber weiter gemeinsam mit dem Digitalministerium in Frankreich umsetzen.

 Statt Whatsapp: Frankreich wandert in die Matrix
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Bigfoo29 06. Feb 2019

Ich wusste gar nicht, dass das Ribbon-Konzept außerhalb Redmonds Ökosystem irgendwo...

Feiknus 06. Feb 2019

Die angegebenen Gründe für Matrix und gegen XMPP sind Blödsinn. Alle genannten Punkte...

Neuro-Chef 05. Feb 2019

Offenbar mangelnde Vorstellungskraft.

Kommentator2019 05. Feb 2019

Das ist leider Unfug, insbesondere da die SW bereits distributed arbeitet. Obendrüber...

ufo70 05. Feb 2019

Komisch, wo anders funktioniert das. Bei uns war Linux in München Geschichte, als dort MS...


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