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Statt Snap: Mozilla pflegt erstmals eigene Pakete für Debian und Ubuntu

Statt einfach nur ausführbare Binärdateien zu verteilen, bietet Mozilla erstmals ein Apt-Repository. Das könnte auch Distributionen helfen.
/ Ulrich Bantle (Linux Magazin) und Sebastian Grüner
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Firefox-Pakete gibt es künftig auch direkt von Mozilla. (Bild: Pixabay)
Firefox-Pakete gibt es künftig auch direkt von Mozilla. Bild: Pixabay

Der Browserhersteller Mozilla hat angekündigt(öffnet im neuen Fenster), Deb-Pakete des Firefox-Browsers für Debian-basierte Linux-Distributionen bereitzustellen. Beschränkt ist dies zunächst noch auf die Nightly-Versionen des Firefox. Der Browser lässt sich damit auf Distributionen wie Debian, Ubuntu, Linux Mint und anderen mit Debian-Basis mit einem Deb-Paket verwenden. Es gibt dafür auch ein neues Apt-Paket-Repository, um den Browser entsprechend installieren und verwalten zu können.

Traditionell kümmern sich die Linux-Distributionen selbst um die Pflege und Bereitstellung der Software. Bei dem schnellen Veröffentlichungsprozess des Firefox führt das aber bei Distributionen mit langem Support-Zeiträumen mitunter zu Schwierigkeiten. Darüber hinaus setzt Ubuntu auch für den Firefox auf das neue Paketformat Snap, was viele andere Distributionen wie Linux Mint nicht unterstützen wollen.

Die von Mozilla selbst gepflegten Deb-Pakete erleichtern damit die Verwaltung in den Distributionen und Nutzer sollten schneller Updates erhalten. Die Deb-Pakete sind laut Ankündigung mit denselben Debian- und Ubuntu-Versionen kompatibel, ebenso wie die bisher schon verteilten traditionellen Binärpakete, heißt es im Nightly-Blog.

Wer bislang die Binärpakete genutzt habe, die als .tar.bz2-Archive verteilt werden, könne mit Mozillas Apt-Repository Firefox wie jede andere Anwendung installieren und aktualisieren. Die Entwickler bitten um Feedback und Problemmeldungen. Nach einer Testphase sollen die Deb-Pakete in den Beta-, ESR- und Release-Zweigen von Firefox verfügbar sein.

Die Deb-Pakete bieten Mozilla zufolge diverse Vorteile: Nutzer bekommen aufgrund fortschrittlicher, Compiler-basierter Optimierungen eine bessere Leistung. Updates kommen so schnell wie möglich beim Nutzer an, da das Paket in den Veröffentlichungsprozess von Firefox eingebunden ist. Und es handelt sich um gehärtete Binärdateien mit allen Sicherheitsmerkmalen, die während der Kompilierung aktiviert werden.


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