Statt Repeater: Bahn holt 5G durch die Fenster ins Wageninnere

Die Metallschicht der Fenster wird so gelasert, dass sie für sämtliche Frequenzen von Funkwellen durchlässig ist. Egal ob LTE, 5G oder Folgestandards.

Artikel veröffentlicht am ,
5G kommt durchs Fenster.
5G kommt durchs Fenster. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Deutsche Bahn holt das 5G-Signal künftig durch speziell behandelte Scheiben ins Wageninnere. Das sagte ein Sprecher der Bahn Golem.de am 16. Februar 2022. Beim jetzt vorgestellten neuen ICE 3neo kommen mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben zum Einsatz. "Das ist im Vergleich zu den aktuell verwendeten Repeatern eine dauerhafte Lösung, weil sie nicht nur für die aktuelle, sondern für alle künftigen Mobilfunkgenerationen wie 5G geeignet ist", erklärte der Sprecher.

Stellenmarkt
  1. Head of Engineering (m/w/d)
    Hays AG, Niedersachsen
  2. Workday Security Administrator (München oder Remote) (m/w/d)
    Hays AG, München, remote
Detailsuche

Die Bahn statte aber nicht nur neue Züge mit diesen Fenstern aus: Es sei auch möglich, die Fensterscheiben von vorhandenen Zügen nachträglich per Laser zu bearbeiten. "Noch Ende dieses Jahres wollen wir einen ersten ICE mit komplett nachbearbeiteten Fensterscheiben auf die Schiene schicken", sagte der Sprecher. Die wärmeisolierende Metallschicht der Fenster wird dabei mit einem Laser so bearbeitet, dass sie für sämtliche Frequenzen von Funkwellen durchlässig wird.

Das Intrain-Mobilfunk-Repeater-System kommt von dem Schweizer Unternehmen Comlab. Pro Zugverband wird ein Icomera-X6i-Router installiert, Access Points und Wi-Fi-Antennen bringen die Konnektivität zu den Fahrgästen in anderen Waggons. Icomera verfügt mindestens seit April 2021 auch über 5G-Technik.

In China kommt 5G schon in 350 Stundenkilometer schnellen Zug

China hat derweil bereits einen Hochgeschwindigkeitszug mit 5G-Versorgung, der während der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking zum Einsatz kommt. Der Schnellzug verbindet die beiden Wettkampfzonen von Peking und Zhangjiakou und ermöglicht Athleten, Journalisten und anderen Teilnehmern, sich sehr schnell zwischen den Austragungsorten zu bewegen.

Golem Karrierewelt
  1. Microsoft Azure Administration: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.08.2022, virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    30.05.-03.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Dafür wurde mit 5G-Signaltürmen entlang der Strecke ein Livestreaming-Studio im Zuginneren eingerichtet. Nach Angaben des staatlichen China Global Television Network fahren die Züge mit einer Geschwindigkeit von 350 Stundenkilometern.

Die Repeater in den Zügen der Bahn beherrschen nur LTE, weshalb die Deutsche Telekom kein schnelles 5G (N78) entlang der Strecken ausbaut. Das sagte Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland, am 15. Februar 2022. Zudem seien hohe Geschwindigkeiten und 3,6 GHz extrem schwer zusammenzubringen, meinte er.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Sterling-Archer 17. Feb 2022

ich kenne es eher so das sich alle 2 minuten abschnitte mit und ohne empfang abwechseln...

chefin 17. Feb 2022

China hat 1,35 Milliarden Menschen. Davon haben nun 1 Million die Möglichkeit für 5G im...

Chief1990 17. Feb 2022

von heise.de im Artikel "Gegen schlechten Handyempfang: Deutsche Bahn testet neue Fenster...

Lasse Bierstrom 16. Feb 2022

Die Lücke muss nur groß genug sein. Das sieht man bei Smartphones oft, dass der...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Optibike
E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro

Das E-Bike Optibike R22 Everest setzt mit seinen zwei Akkus auf Reichweite.

Optibike: E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro
Artikel
  1. Krypto-Kriminalität: Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin
    Krypto-Kriminalität
    Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin

    Deutsche und internationale Behörden suchen nach den Hintermännern und -frauen von Onecoin. Der Schaden durch Betrug mit der vermeintlichen Kryptowährung geht in die Milliarden.

  2. Hassrede: Bayern will soziale Netzwerke bestrafen
    Hassrede
    Bayern will soziale Netzwerke bestrafen

    Der bayrische Justizminister fordert, bei der Verbreitung von Hassrede auch die Betreiber von sozialen Medien stärker zur Verantwortung zu ziehen.

  3. Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
    Prehistoric Planet
    Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

    Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
    Ein IMHO von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 870 QVO 1 TB 79€ • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Alternate (u. a. Recaro Rae Essential 429€) • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • SanDisk Ultra microSDXC 256 GB ab 14,99€ • Sackboy 19,99€ [Werbung]
    •  /