Statt KI-Training: Pornos bei Meta "zum privaten Gebrauch" heruntergeladen

Meta hat auf die Klage eines Pornofilmproduzenten reagiert und erklärt, dass IP-Adressen nicht auf eine spezifische Person oder einen bestimmten Zweck hinweisen. Das Unternehmen Strike 3 hatte Meta verklagt, nachdem es herausgefunden hatte, dass mit IP-Adressen aus Metas Firmennetzwerk 2.396 Filme über Torrents heruntergeladen worden waren.
Das berichtet die Webseite Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) . Bei einem angenommenen und offenbar üblichen Schadensersatz von 150.000 US-Dollar soll ein Streitwert von knapp 360 Millionen US-Dollar realistisch gewesen sein.
Metas Antwort zufolge gibt es keinen Hinweis darauf, dass die über IP-Adressen aus Metas Firmennetzwerk heruntergeladenen Filme aus dem Grund heruntergeladen wurden, den Strike 3 dem Unternehmen vorwirft: dem Training von KI-Werkzeugen.
Nur wenige Downloads pro IP-Adresse pro Jahr
Dieser Vorwurf passt laut Meta nicht zu dem Umstand, dass die Downloads über einen Zeitraum von sieben Jahren stattgefunden haben, beginnend im Jahr 2018 – und somit zu einem Zeitpunkt, bevor Meta an KI arbeitete. Stattdessen geht Meta davon aus, dass die Downloads "zum privaten Gebrauch" erfolgten.
Pro Jahr wurden über jede der von Strike 3 benannten IP-Adressen laut Meta rund 22 Filme heruntergeladen. Dies sei ein Anzeichen dafür, dass einzelne Personen die Filme zum Privatgebrauch herunterluden, während sie sich im Meta-Netzwerk befanden.
Aufgrund des für KI-Trainings notwendigen Materials ist diese Begründung nicht abwegig. Strike 3 warf Meta zudem vor, dass das Unternehmen zusätzlich Tausende maskierte IP-Adressen für weitere Downloads verwendet haben soll.
Gericht soll die Klage ablehnen
Meta entgegnet, dass dies keinen Sinn ergäbe, wenn gleichzeitig rückverfolgbare IP-Adressen verwendet würden. Das Unternehmen bat das Gericht, die Klage von Strike 3 abzuweisen.