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Statt Festnetz: WTTx 2.0 soll Giga-Datenraten in viele Haushalte bringen

In Tokio wird WTTx 2.0 vorgestellt, was für Wireless Fiber To The X in neuer Form steht. In Verbindung mit 4.5, 5G oder anderer Funktechnik könnten damit Haushalte günstig mit Gigabit versorgt werden.
/ Achim Sawall
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Auf dem MBBF16 in Tokio (Bild: Huawei)
Auf dem MBBF16 in Tokio Bild: Huawei

Huawei will die letzten Meter zum Kunden auch mit Mobilfunk überwinden. Mit WTTx 2.0 seien Anbindungen bis zu 1 GBit/s bereits über LTE möglich, sagte Yuefeng Zhou, Chief Marketing Officer Huawei Wireless Network Product Line, am 25. November 2016 in Tokio(öffnet im neuen Fenster) .

WTTx(öffnet im neuen Fenster) steht für Wireless Fiber To The X und wird von Huawei seit längerem angeboten. WTTx ist nicht auf LTE beschränkt, sondern kann mit verschiedenen Funktechniken zusammenarbeiten. Mit der Technologie WTTx 2.0 sollen die hohen Datenraten von 4.5 G oder später 5G-Mobilfunk genutzt werden, um das Festnetz teilweise zu ersetzen.

Doch wird damit der Glasfaserausbau bis zum Endnutzer überflüssig? Yuefeng sagte Golem.de: "Die Märkte sind unterschiedlich. In China lieben sie Glasfaser überall, in anderen Ländern ist es sehr schwierig, gerade in ländlichen Regionen, Fiber To The Home (FTTH) aufzubauen." WTTx 2.0 könne Glasfaser nicht ersetzen. Es werde hohe Datenraten geben, aber nicht im Bereich der Leistungsfähigkeit von FTTH.

WTTx 2.0 sei eine Möglichkeit, wo es keine andere Lösung gebe, Fixed Access ins Haus zu tragen, hieß es von Huawei. Mit Beamforming könne man die Technologie stärker ausrichten. Wireless bleibe jedoch ein Shared Medium.

Mit 4,5 G oder LTE Advanced Pro hat die Deutsche Telekom in ihrem Berliner Mobilfunknetz im September 2016 eine Datenübertragungsrate von 1,22 GBit/s erreicht. Der Konzern hat eine herkömmliche Mobilfunksendeanlage verwendet und mit einer Kleinzelle gebündelt. Für den Datenverkehr wurden fünf Trägerfrequenzen benötigt.

Sendestation und Empfangsgerät mussten 4x4 MIMO beherrschen. Die Technik lieferte Huawei. Im vergangenen Jahr hatten beide Unternehmen in Berlin drei Trägerfrequenzen gebündelt und dabei Geschwindigkeiten von über 340 MBit/s erreicht.


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