Abo
  • IT-Karriere:

Statt Docker und Kubernetes: Facebook braucht Tupperware für seine Container

Für seine eigenen Dienste verzichtet Facebook komplett auf Docker oder auch Kubernetes. Stattdessen nutzt das Unternehmen die Eigenentwicklung Tupperware für seine Container und setzt sonst auf Standard-Linux-Technik wie Systemd.

Artikel veröffentlicht am ,
Tupperware-Container waren auch vor der Digitalisierung schon beliebt.
Tupperware-Container waren auch vor der Digitalisierung schon beliebt. (Bild: State Library and Archives of Florida/Public Domain)

Vor allem das Unternehmen Docker hat in den vergangen Jahren mit seiner gleichnamigen Software die Container-Technik unter Linux vorangetrieben und quasi zum Mainstream werden lassen. Mit Kubernetes, das Ursprünglich von Google erstellt worden ist, hat sich die Container-Community auch auf einen Standard zur Orchestrierung geeinigt. Auch bei Facebook wird für die eigenen Dienste massiv auf Container-Technik gesetzt, nur eben völlig ohne Docker oder Kubernetes, wie der Facebook-Entwickler Zoltan Puskas auf dem Open Source Summit Europe in Prag erklärt.

Inhalt:
  1. Statt Docker und Kubernetes: Facebook braucht Tupperware für seine Container
  2. Btrfs, Systemd und Cgroups für Container

Der Grund dafür scheint zunächst recht naheliegend zu sein: Als Facebook begonnen habe, Container zu nutzen, sei die Technik von Docker noch nicht verfügbar gewesen, so Puskas. Außerdem sei die Integration von Tupperware in bestehende Systeme von Facebook schlicht einfacher.

Doch aus dem Vortrag geht auch hervor, dass der Aufbau der Container-Lösung bei Facebook mit den eingangs genannten Techniken derzeit wohl nur schwierig umzusetzen wäre oder Facebook dafür zumindest sehr viel Portierungsarbeit leisten müsste.

Tupperware als rundum-sorglos Verpackung

Die verschiedenen Aufgaben von Tupperware lassen sich dabei analog zu den bekannten Container-Techniken beschreiben. So gibt es bei Facebook etwa einen Tupperware-Scheduler, der ähnliche Aufgaben übernimmt wie Kubernetes oder Swarm von Docker. Statt der Docker Engine oder Rkt von CoreOS nutzt Tupperware einen eigenen Agent zum Ausführen und Bereitstellen der Container.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Berlin
  2. Biotrics Bioimplants GmbH, Berlin

Für die Netzwerkverbindungen der Nodes und Containeranwendungen setzt Tupperware auf das Konzept des Identifier Locator Addressing (ILA), das im Linux-Kernel unterstützt wird und bei dem Internet-Standardisierungsgremium IETF unter der Führung von Facebook diskutiert wird.

Die Idee von ILA ist es, IPv6-Adressen so zu aufzuteilen, dass ein dynamischer Teil den Ort eines Knotens im Netzwerk und ein statischer Teil den Knoten selbst beschreibt und damit unabhängig von seinem Einsatzort identifizierbar macht.

Das von CoreOS für Kubernetes erstellte Netzwerktool Flannel ist dagegen ein Daemon, der auf allen Hosts laufen muss und für deren Verknüpfung untereinander sorgt.

Wie zu erwarten, kann dann das Tupperware-System von den Facebook-Admins per Kommandozeilenwerkzeug oder eben über eine Web-Oberfläche gesteuert werden. Außer Tupperware macht sich Facebook für die eigentlichen Container noch eine Vielzahl von Linux-Techniken zu Nutze.

Btrfs, Systemd und Cgroups für Container 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 51,95€
  2. 137,70€
  3. 21,99€
  4. 4,56€

Carl Weathers 25. Okt 2017

Im Notfall Tupperware schlucken, und gut ist. ;)

sofries 24. Okt 2017

Jetzt überleg noch einmal gut. Hier benutzt jemand Open Source Produkte und beschreibt...


Folgen Sie uns
       


Remnant from the Ashes - Test

In Remnant: From the Ashes sterben wir sehr oft. Trotzdem ist das nicht frustrierend, denn wir tun dies gemeinsam mit Freunden. So macht der Kampf in der Postapokalypse gleich mehr Spaß.

Remnant from the Ashes - Test Video aufrufen
Recruiting: Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
Recruiting
Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Gerade im IT-Bereich können Unternehmen sehr schnell wachsen. Dabei können der Fachkräftemangel und das schnelle Onboarding von neuen Mitarbeitern zum Problem werden. Wir haben uns bei kleinen Startups und Großkonzernen umgehört, wie sie in so einer Situation mit den Herausforderungen umgehen.
Von Robert Meyer

  1. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  2. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss
  3. IT-Arbeit Was fürs Auge

Langstreckentest im Audi E-Tron: 1.000 Meilen - wenig Säulen
Langstreckentest im Audi E-Tron
1.000 Meilen - wenig Säulen

Wie schlägt sich der Audi E-Tron auf einer 1.000-Meilen-Strecke durch zehn europäische Länder? Halten Elektroauto und Ladeinfrastruktur bereits, was die Hersteller versprechen?
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  2. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich
  3. ID Charger VW bringt günstige Wallbox auf den Markt

Garmin Fenix 6 im Test: Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen
Garmin Fenix 6 im Test
Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen

Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit, im Spezialmodus sogar bis zu 120 Tage: Garmin setzt bei seiner Sport- und Smartwatchserie Fenix 6 konsequent auf Akku-Ausdauer. Beim Ausprobieren haben uns neben einem System zur Stromgewinnung auch neue Energiesparoptionen interessiert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Fenix 6 Garmins Premium-Wearable hat ein Pairing-Problem
  2. Wearable Garmin Fenix 6 bekommt Solarstrom

    •  /