Statt Bargeld: BVG testet kontaktloses Bezahlen in allen Bussen

Die BVG will auf Bargeld verzichten. Ersatz bieten sollen Prepaid-, EC- oder Kreditkarten.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Bei der BVG heißt es wieder: "Vorn Einsteigen!" und dann kontaktlos bezahlen.
Bei der BVG heißt es wieder: "Vorn Einsteigen!" und dann kontaktlos bezahlen. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Die Busse der BVG sollen bald wieder wie vor der Coronapandemie die vorderen Türen für den Einstieg öffnen. Das kündigte die neue Vorstandsvorsitzende Eva Kreienkamp im Interview mit der Berliner Zeitung an. Allerdings sollen Fahrscheine dann anders als früher nicht mehr mit Bargeld im Bus gekauft werden können. Voraussichtlich Mitte April sollen die vorderen Türen wieder geöffnet werden. Dann soll auch ein Modellprojekt zum bargeldlosen Bezahlen starten.

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"Dann soll ein Pilotprojekt beginnen, bei dem wir im gesamten Busnetz die kontaktlose Zahlung testen. Für die Fahrgäste wird das bedeuten, dass sie in allen BVG-Bussen mit EC- und Kreditkarten Fahrscheine kaufen können", teilte die Chefin des größten deutschen Nahverkehrsunternehmens mit. "Bargeld wird in den Bussen nicht mehr angenommen, schon um in Corona-Zeiten unnötige Kontakte zu vermeiden. Nach unseren Vorstellungen soll aus der vorläufigen eine dauerhafte Lösung werden."

Die BVG-Chefin kündigte an, dass die BVG auch eine aufladbare Prepaidkarte herausgeben wird, mit der Fahrgäste Tickets im Bus und anderswo kaufen können. "Die Ausschreibung ist abgeschlossen und wir gehen davon aus, dass die Guthabenkarte vom zweiten Quartal 2021 an gekauft werden kann", so Kreienkamp. Zunächst soll es sie bei den Vertriebsstellen der BVG geben, später auch in Drogeriemärkten. Ähnliche Systeme gibt es bereits in vielen Nahverkehrssystemen weltweit, wie etwa die Oyster Card im Großraum London. Ob auch Berlin seine eigenen ebenfalls kontaktlosen Abo-Karten mit den Guthabenkarten verbinden will, ist derzeit aber nicht bekannt.

Die BVG-Chefin berichtete auch über Überlegungen für ein neues Ticketsystem, das bereits seit längerem im Gespräch ist. Damit sollen Kunden gehalten und neue gewonnen werden. Seit Beginn der Pandemie 2020 ist die Zahl der Umweltkarten-Abos bei der BVG um mehr als zehn Prozent gesunken. Einer der Gründe ist, dass zahlreiche Berliner derzeit im Homeoffice arbeiten.

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"Wir denken über eine ÖPNV-Card nach, die wie eine Bahncard funktionieren würde", so Kreienkamp. "Die Kundin oder der Kunde zahlt eine Grundgebühr, die sich preislich im Bereich eines Netflix-Abos bewegen würde. Dafür können dann Tickets zum ermäßigten Preis gekauft werden." Einen Termin dafür gibt es aber noch nicht.

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dummzeuch 30. Mär 2021

Offensichtlich nicht beim Erkennen von Sarkasmus.

mke2fs 30. Mär 2021

In Berlin kauft der Großteil der Fahrgäste überhaupt keine Fahrkarte, weil die nämlich...

mke2fs 30. Mär 2021

Wenn sie mein Geld nicht haben wollen dann halt nicht :) Scheint ihnen seit der Pandemie...

wurstdings 30. Mär 2021

Schonmal was von Kreditkartendiebstahl gehört? Da werden ganze Datenbanken mit...



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