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Statt Aurora: VW setzt beim autonomen Fahren offenbar auf Ford-Technik

Rückschlag für das US-Startup Aurora: Der VW-Konzern wird seine autonomen Autos vermutlich mit Ford entwickeln. Die Aurora-Technik war offenbar nicht überzeugend.

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Selbstfahrender Testwagen von Argo AI
Selbstfahrender Testwagen von Argo AI (Bild: Argo AI)

Der Volkswagen-Konzern setzt bei der Entwicklung selbstfahrender Autos offenbar auf eine Kooperation mit dem US-Autohersteller Ford. Im Gegenzug wurde die Anfang 2018 bekanntgegebene Kooperation mit dem Startup Aurora beendet. "Die Aktivitäten im Rahmen unserer Partnerschaft sind abgeschlossen", zitierte die Financial Times (Paywall) einen VW-Sprecher. Die Gespräche mit Ford hingegen machten "große Fortschritte". Noch im Sommer könnte es eine Vereinbarung mit dem Startup Argo AI geben, das von Ford Anfang 2017 übernommen worden war, berichtete die Zeitung unter Berufung auf nicht namentlich genannte Personen.

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Der Financial Times zufolge verzichtete VW nach einer mehrmonatigen Testphase, den Vertrag mit Aurora zu erneuern. Einige Projekte hätten im Februar oder März 2019 geendet, das letzte sei in diesem Monat abgeschlossen worden. VW sei dabei nicht besonders beeindruckt von der Aurora-Technik gewesen.

Kooperation mit FiatChrysler angekündigt

Aurora war von früheren Google-, Tesla- und Uber-Managern gegründet worden. Dazu zählten der frühere Tesla-Manager Sterling Anderson und Googles früherer Projektleiter für autonome Autos, Chris Urmson. Tesla hatte beide Manager später wegen unerlaubten Abwerbens von Mitarbeitern und Diebstahls von Firmengeheimnissen verklagt. Aurora vereinbarte nach eigenen Angaben in dieser Woche eine Zusammenarbeit mit dem Autohersteller FiatChrysler.

Das Startup soll in einer jüngsten Finanzierungsrunde im Februar 2019 530 Millionen US-Dollar erhalten haben, unter anderem vom Risikokapitalgeber Sequoia und Amazon. Aurora werde mit 2,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Dem Wirtschaftsdienst Bloomberg zufolge bewerteten VW und Ford das Startup Argo sogar mit vier Milliarden US-Dollar. Weitere Konkurrenten im Wettlauf um selbstfahrende Autos sind die Google-Schwesterfirma Waymo und das zu General Motors gehörende Startup Cruise.

Absichtserklärung schon unterzeichnet

Bereits im Februar 2019 hatte das Wall Street Journal berichtet, dass Volkswagen rund zwei Milliarden US-Dollar in Argo investieren wolle. Damals hieß es, dass VW für das Joint Venture zunächst 600 Millionen US-Dollar als Beteiligung bereitstellen wolle. Zudem steuere VW rund 1,1 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung bei. Die Partner würden jeweils die Hälfte des neuen Unternehmens besitzen. Volkswagen könnte weitere Vermögenswerte einbringen, etwa den Münchner Technologiekonzern Autonomous Intelligent Driving von Audi und den Mobilitätsdienstleister Moia.

Ford und VW hatten Anfang 2019 zudem eine gemeinsame Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Beide Unternehmen wollten eine Zusammenarbeit bei autonomen Fahrzeugen, bei Mobilitätsdiensten und Elektrofahrzeugen prüfen, hieß es. Sie hätten bereits damit begonnen, entsprechende Möglichkeiten auszuloten. Darüber hinaus hatte VW Anfang dieses Jahres angekündigt, seine Plattform für elektrische Autos (Modularer Elektrifizierungsbaukasten/MEB) auch Wettbewerbern zur Verfügung zu stellen. Medienberichten zufolge soll Ford eine Lizenzierung des MEB in Betracht gezogen haben.

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