Statt auf Bewerber zu warten: Unternehmen sollen in Weiterbildungen investieren

Die Nachfrage nach IT-Experten wird auch im Jahr 2026 das Angebot übersteigen. Laut einer Analyse des Recruiter-Portals index.dev(öffnet im neuen Fenster) berichten 57 Prozent der europäischen Unternehmen, dass sie Schwierigkeiten damit haben, geeignetes Personal zu finden. Betroffen seien davon vor allem die Bereiche KI, Cybersicherheit, Dev-Ops und Cloudinfrastruktur.
Personalengpässe seien dabei nicht nur durch eine Vervielfachung der KI-Projekte sowie durch Cloud-Migrations- und Cybersicherheitsprojekte entstanden, sondern auch die Universitäten hätten mit der Entwicklung nicht schrittgehalten, heißt es weiter.
Hochschulen würden sich demnach zu sehr auf theoretische Grundlagen konzentrieren, wodurch weniger Absolventen für die Bereitstellung von Kubernetes-Clustern, die Feinabstimmung großer Sprachmodelle oder die Entwicklung von Zero-Trust-Sicherheitsframeworks ausgebildet werden. Von Unternehmensseiten heißt es laut index.dev dazu, dass Absolventen häufig sechs bis zwölf Monate intensiver Weiterbildung benötigen.
Unternehmen sollen in Weiterbildung investieren
Weiter heißt es in der Analyse , dass nur Unternehmen, die in eine attraktive Vergütung und in Weiterbildungen für ihre Angestellten investieren, dem Fachkräftemangel erfolgreich begegnen können werden. Firmen sollten zudem die benötigten Kompetenzen klar definieren, transparente Gehaltsstrukturen entwickeln und in wiederholbare Weiterbildungsprogramme für ihre Angestellten investieren.
Investitionen in Weiterbildungen seien ohnehin besser, als auf die perfekte Besetzung für eine offene Stelle zu warten. Fachkräften auf Jobsuche wird zudem empfohlen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in einem Portfolio zu präsentieren bzw. Absolventen wird empfohlen, entsprechende Grundlagen zu lernen.
Der Branchenverband Bitkom prognostiziert für den ITK-Markt (Markt für IT- und Telekommunikation), ein Wachstum von 4,4 Prozent für das Jahr 2026, stellte aber auch fest, dass die optimistischen Prognosen aus dem Vorjahr nicht erreicht wurden .