Statt 5G: Russland nutzt 700-MHz-Frequenzband weiter für analoges TV

Der Frequenzbereich wurde um ein Jahr für die bisherige Nutzung verlängert. Die russischen Netzbetreiber wollten dort 5G ausbauen.

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Einsatz von Ericsson-Technik in Moskau im August 2019
Einsatz von Ericsson-Technik in Moskau im August 2019 (Bild: Ericsson)

Die russische Regierung hat beschlossen, die Nutzung des 700-MHz-Frequenzbands für die analoge Fernsehübertragung um ein weiteres Jahr zu verlängern. Das berichtet das Branchenmagazin Policy Tracker unter Berufung auf das russische Ministerium für digitale Entwicklung, Kommunikation und Massenmedien. Das 700-MHz-Band wird damit trotz früherer Erklärungen der Behörden den führenden russischen Mobilfunkbetreibern MTS, Megafon, Beeline und Tele2 Russia für ein weiteres Jahr nicht zur Verfügung gestellt.

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"Dies hat keine Auswirkungen auf die Einführung von 5G", erklärte das Ministerium laut Policy Tracker, dies sei im "Interesse regionaler Fernsehsender erfolgt".

Die russische Tageszeitung Kommersant hatte über die Tagesordnung eines Treffens der russischen staatlichen Kommission für Funkfrequenzen (SCRF) berichtet, nach der die Nutzung der Bänder 175 bis 230 MHz und 470 bis 790 MHz bis August 2023 weiter für analoges Fernsehen festgelegt wurde.

4,8 bis 4,99 GHz ist bei 5G einsetzbar

Russlands Regierung gewährt den Netzbetreibern für 5G den Bereich bei 4,8 bis 4,99 GHz. Diese wollten bei 3,4 bis 3,8 GHz ausbauen, was Russlands Militär- und Strafverfolgung, die das Band für Satellitenkommunikation und Luftraumüberwachung nutzen, abgelehnten. Einige Analysten weisen darauf hin, dass der Einsatz des 4,8- bis 4,99-GHz-Bandes für 5G auf einen Bereich fällt, der von den Flugzeugidentifizierungssystemen der Nato verwendet wird. Allerdings ist der Bereich von 4,8 bis 4,99 GHz für Netzbetreiber nicht so außergewöhnlich und ziemlich nah an dem, was in China genutzt wird. Möglich ist, mit modernster AU-MIMO-Antennentechnik durchaus eine Datenrate von 500 MBit/s zu erreichen, es kommt jedoch auf die Bandaufteilung unter den Betreibern an.

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Die Ukraine, von Russland im Februar 2022 militärisch überfallen, will den Bereich bei 700 MHz und das 3,4-bis-3,8-GHz-Band für 5G einsetzen, wie die ukrainische Regulierungsbehörde National Commission for the State Regulation of Communications and Informatisation (NCCIR) erklärte. Polen und die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben ähnliche Pläne für diese Bänder.

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