Statistisches Bundesamt: Mobilfunkpreise in Deutschland sinken weiter

Die Mobilfunkpreise in Deutschland fallen weiter. Im Mai lagen die Mobilfunkpreise nach Angaben(öffnet im neuen Fenster) des Statistischen Bundesamts vom 26. Juni 2015 um 2,1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Im Mai 2014 betrug der Rückgang 2,4 Prozent, im Jahr 2012 sanken die Preise noch um 3 Prozent.
Bei Festnetz und Internet ist trotz zunehmender Konkurrenz zwischen den DSL-Anbietern und TV-Kabelnetzbetreibern der Rückgang dagegen weitaus geringer. Hier gaben die Preise im Mai 2015 nur um 0,6 Prozent nach. Im Mai 2013 sank der Preis hier noch um 0,8 Prozent. Hier könnten die Angaben des Statistischen Bundesamts in den nächsten Monaten jedoch ein anderes Bild liefern.
Gegenwärtig hat die Bundesnetzagentur auf Antrag eines Konkurrenten ein Prüfverfahren zu Entgeltmissbrauch der Deutschen Telekom mit dem Tarif Magenta Zuhause eingeleitet . Die Deutsche Telekom bietet unter anderem ihren Tarif Magenta Zuhause M mit Telefonflatrate und bis zu 50 MBit/s im Downstream. Die Preise sind laut Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) wettbewerbsverzerrend, weil die IP-Bitstrom-Vorleistungspreise der Telekom für ihre Konkurrenten teilweise deutlich über den von ihr angebotenen Endkundenpreisen in den ersten zwölf Monaten lägen. Bei einem 50-MBit/s-VDSL2-Anschluss seien dies 30,99 Euro brutto. In Köln vermarktet die Telekom diesen Tarif im Telekom-Shop oder über die Hotline sogar zum Monatspreis von 24,95 Euro über einen Zeitraum von 24 Monaten.
Die Bundesnetzagentur bestätigte Golem.de, dass zwei Anträge wegen Entgeltmissbrauchs zu dem Tarif Magenta Zuhause der Telekom eingereicht wurden. "Ich bitte um Ihr Verständnis, dass die Bundesnetzagentur keine Aussagen zu laufenden Verfahren trifft" , sagte ein Sprecher.