Startups: Rocket will 2017 drei Firmen in Gewinnzone bringen

Rocket Internet will trotz anhaltender Probleme in diesem Jahr mehrere Beteiligungen in die Gewinnzone bringen. "An dem Ziel, dass im vierten Quartal 2017 drei Unternehmen die Profitabilität erreichen, halten wir fest" , sagte Finanzchef Peter Kimpel dem Wirtschaftsmagazin Capital(öffnet im neuen Fenster) . Welche Unternehmen dies sein sollen, sagte Kimpel nicht. "Wir haben eine gewisse Idee, welche Unternehmen es sein werden, aber dazu äußern wir uns nicht."
Die Rocket Holding und die wichtigsten Beteiligungen erwirtschafteten im vergangenen Jahr weiter hohe Verluste. Rocket Internet machte im ersten Halbjahr eine halbe Milliarde Euro Minus. Rockets Konzernverlust betrug in den ersten neun Monaten 642 Millionen Euro. Bei der Global Fashion Group (GFG), in der Online-Modeversender außerhalb Europas zusammengefasst sind, musste das Unternehmen 383 Millionen Euro abschreiben.
Home 24 läuft nicht so toll
Auch auf die Unternehmenswerte weiterer Firmen wie dem Möbelhändler Home 24 und dem Kochboxen-Lieferanten Hellofresh mussten Abschreibungen erfolgen.
Die Essenslieferantenvermittler Delivery Hero und Foodpanda, beides Rocket-Beteiligungen, wurden in einer Firma zusammengefasst. Kimpel bezeichnete dies als Versuch, "das Unternehmen weniger komplex zu gestalten" .
Zuvor hatte das Manager Magazin über einen möglichen Stellenabbau berichtet. Zu Spekulationen über einen möglichen Strategiewechsel der Holding sagte der Finanzchef: "Wir bauen weiterhin Unternehmen von null an auf. Wir inkubieren in signifikantem Maße. Und wir haben immer investiert und machen es auch weiter." Beides seien gleichwertige Säulen des Geschäftsmodells.