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Startup: Lieferdienst Gorillas entlässt streikende Fahrradkuriere

Die Fahrradkuriere des Lieferdienstes Gorillas, die für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt haben, wurden entlassen. Ihnen werden wilde Streiks vorgeworfen.
/ Andreas Donath
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Bestell-App von Gorillas (Bild: Golem.de)
Bestell-App von Gorillas Bild: Golem.de

Der 10-Minuten-Lieferdienst Gorillas entlässt alle streikenden Angestellten. Betroffen sind laut Angaben der Kuriere Beschäftigte ganzer Lieferstützpunkte in Berlin. Die Geschäftsführung begründet die Entlassungen mit der Tatsache, dass die wiederholten Streiks nicht von einer anerkannten Gewerkschaft organisiert wurden . Es handle sich um wilde Streiks(öffnet im neuen Fenster) . Darüber berichten der Berliner Tagesspiegel(öffnet im neuen Fenster) und der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) übereinstimmend. In den Kündigungsschreiben werde auf eine Kündigung aus wichtigem Grund hingewiesen. Die Kündigung erfolge fristlos.

Dem Tagesspiegel bestätigte ein Unternehmenssprecher das Vorgehen und teilte mit, dass es sich um unangekündigte und nicht gewerkschaftlich getragene Streiks gehandelt hat. Diese seien rechtlich unzulässig.

Organisiert wurden die Streiks durch das selbst gegründete Gorillas Workers Collective (GWC).

Gorillas-Beschäftigte hatten bei mehreren Streiks Warenlager des Unternehmens blockiert und die Arbeit zeitweilig niedergelegt. Gründe für die Streiks waren nach Ansicht der Beschäftigten ungerechtfertigte Kündigungen, schlechtes Arbeitsmaterial und zu schwere Lasten.

Gorillas wurde im Mai 2020 gegründet und bekam in der zweiten Finanzierungsrunde im März dieses Jahres 290 Millionen US-Dollar. Dabei wurde das Startup mit 1 Milliarde US-Dollar bewertet. Im Mai 2021 lieferte Gorillas in 26 Städten in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich aus.


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