Start von News+: Apple schickt unerlaubte Push-Werbung an iPhones

Besitzer von iPhones haben Push-Mitteilungen erhalten, in denen Apples neuer Dienst News+ beworben wird. Damit verstößt Apple bereits das vierte Mal gegen die eigenen App-Store-Regeln und bricht noch eine weitere.

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Apple bewirbt seinen neuen Dienst News+ mit Push-Mitteilungen.
Apple bewirbt seinen neuen Dienst News+ mit Push-Mitteilungen. (Bild: Michael Short/Getty Images)

Anbieter von Apps dürften sich ungerecht behandelt fühlen. Apple hat mit der Markteinführung von News+ gleich gegen zwei App-Store-Regeln verstoßen. Apple bewirbt den Dienst mit Push-Mitteilungen, die eigentlich verboten sind. Zudem fehlen die Preisangaben in der Push-Mitteilung - das verbieten die App-Store-Regeln ebenfalls. Über den Vorfall hat The Verge berichtet und Apple um eine Stellungnahme gebeten - ohne Erfolg.

In den vergangenen vier Monaten ist es bereits das vierte Mal, dass Apple eigene Dienste mittels Push-Mitteilungen bewirbt. Ein Vorgehen, das in dem App-Store-Regelwerk verboten ist. In den Apple-Store-Richtlinien heißt es, dass Push-Benachrichtigungen generell nicht für Werbung oder Direktmarketing verwendet werden dürfen. Zuletzt hat der iPhone-Hersteller vor einem Monat auf diesem Wege Werbung für seinen Musikstreamingdienst Apple Music gemacht. Davor gab es im Dezember 2018 Push-Werbung für Carpool Karaoke sowie die Verfügbarkeit von Apple Music auf Echo-Lautsprechern.

Die Push-Werbung für Apple News+ verstößt zudem gegen eine weitere App-Store-Richtlinie. Diese besagt, dass anfallende Preise für ein Abo klar und deutlich erkennbar sein müssen. In der Push-Mitteilung zu Apple News+ fehlt dieser Hinweis. Darin geht es nur darum, dass der Kunde bei Buchung von News+ den Dienst einen Monat kostenlos nutzen kann. Erst kurz vor einer Buchungsbestätigung wird dem Kunden der Preis nach Ablauf des Testzeitraums genannt.

Spotify im Streit mit Apple

Wenn Apple einen App-Anbieter dabei erwischt, wie er Push-Werbung oder unklare Preisangaben in eine App einbaut, führt das in der Regel dazu, dass die ganze App oder aber das entsprechende Update vor einer Freigabe blockiert wird. Eine solche App würde demnach im App Store gar nicht erst erscheinen.

Dies ist einer der Kritikpunkte von Spotify an Apples Geschäftsgebaren. Der schwedische Anbieter eines Musikstreamingdienstes hat Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht, die derzeit prüft, ob ein offizielles Verfahren gegen Apple eröffnet wird. Spotify wirft Apple vor, den Wettbewerb zu behindern.

Apple hat diese Woche den Abodienst News+ vorgestellt, wird ihn aber zunächst nur in den USA und Kanada anbieten. Apple bewirbt diesen vor allem als Newsdienst, allerdings gehören insgesamt nur drei Tageszeitungen zum Abo. Dazu gehören die beiden US-Tageszeitungen Los Angeles Times und Wall Street Journal sowie die kanadische Tageszeitung Toronto Star.

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FreiGeistler 29. Mär 2019

Der Markt ist nicht selbstorganisierend, deshalb gibt es die Sozjale Marktwirtschaft und...

Anonymer Nutzer 29. Mär 2019

Wer macht die Regeln? Apple. Nun, die User können ja schonmal ne Demo organisieren oder...

heikom36 28. Mär 2019

Man kann damit die Unternehmenspolitik erklären und belegen, wie sehr sich Apple Vorteile...



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