Höhere Gewinnmargen erhofft

Ebenso wichtig wie die Möglichkeit zur Fernlenkung der Lkw ist für Seltz-Axmacher der Betrieb der eigenen Lkw-Flotte. Denn dann könne das Unternehmen selbst entscheiden, wo und unter welchen Bedingungen die Lkw fahren könnten. Die Speditionsunternehmen seien zudem technisch nicht sehr fortschrittlich und kaum in der Lage, den Betrieb selbstfahrender Lkw zu übernehmen. Selbst wenn Starsky die autonomen Systeme und die Sicherheit perfektioniert hätte, hätte es Jahre gedauert, um mit dem Verkauf der Technik Gewinn machen zu können.

Stellenmarkt
  1. IT Netzwerk-Ingenieur (m/w/d)
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. Datenschutzkoordinator (m/w/d)
    S-Kreditpartner GmbH, Berlin
Detailsuche

Beim eigenen Betrieb der Lkw seien die Margen für die Investoren jedoch längst nicht so groß. Diese würden lieber hohe Margen bei wenig Umsatz als niedrigere Margen mit deutlich mehr Umsatz verbuchen.

Sicherheit nicht sexy

Zu guter Letzt moniert der gescheiterte Entwickler, dass das Thema Sicherheit in der Öffentlichkeit als nicht besonders interessant wahrgenommen wird. "Sicherheitstechnik besteht darin, das eigene Produkt intensiv zu dokumentieren, um die Ausfallbedingungen und die Schwere der Fehler zu kennen. Dann muss man die Häufigkeit dieser Bedingungen messen, um einschätzen zu können, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Produkt Menschen verletzen könnte gegenüber der Zahl der Verletzten, die als akzeptabel eingestuft wird", schreibt Seltz-Axmacher. Dieser Prozess sei so schwierig, dass das Starsky mehrere Jahre damit verbracht habe.

Der Erfolg dieser "unsichtbaren" Arbeit sei Investoren schwer zu vermitteln. Attraktiver seien hingegen Entscheidungsverfahren (decision maker) wie das automatische Überholen oder das Fahren auf innerörtlichen Straßen. Dabei spiele es keine Rolle, dass es noch sehr viel Arbeit bedeuten könne, diese Funktionen tatsächlich zuverlässig zu machen.

Die Nische war nicht klein genug

Golem Akademie
  1. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, Virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Scheitern von Starsky bedeutet jedoch nicht, dass kleine Firmen beim autonomen Fahren nicht gegen die großen Konzerne ankommen können. So hat das Berliner Startup Enway mit selbstfahrenden Kehrmaschinen eine Nische entdeckt, die für einen Konzern wie Google, Daimler oder Volkswagen nicht interessant sein dürfte. Der Starsky-Konkurrent Otto, 2016 vom früheren Google-Entwickler Anthony Levandowski gegründet, wurde hingegen von Uber aufgekauft. Hier spielte es wohl eher eine Rolle, Know-how von Googles Autoprojekt über eine Art Scheinfirma zu Uber zu transferieren.

Mit ihrem erworbenen Wissen dürften auch die Starsky-Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt sicher gefragt sein. Vielleicht können sie damit doch noch dazu beitragen, dass in den nächsten zehn Jahren tatsächlich selbstfahrende Lkw auf der Straßen unterwegs sind.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Mooresches Gesetz gilt nicht
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Bluejanis 04. Apr 2020

+ eine gute Zukunft auf dem Arbeitsmarkt? Laut Artikel.

Vögelchen 04. Apr 2020

Oh mein Gott, das ist aber ein Traktor! Möglicherweise hat der ein 25er Schild hinten...

adorfer 01. Apr 2020

Projekten wie Solar Roadways oder Theranos sind die Blaupause für alle Indigogo...

.02 Cents 27. Mär 2020

1.000.000.000 / 1500 = 1.000.000 / 1.5 = 1.000.000 * 2/3 Das ist also abzüglich...

wiseboar 27. Mär 2020

2 riesige Textblöcke, und die Antworten darauf sind "machine learning != Intelligenz...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wemax Go Pro
Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand

Der Wemax Go Pro setzt auf Lasertechnik von Xiaomi. Der Beamer ist klein und kompakt, soll aber ein großes Bild an die Wand strahlen können.

Wemax Go Pro: Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand
Artikel
  1. Snapdragon 8cx Gen 3: Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel
    Snapdragon 8cx Gen 3
    Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel

    In Geekbench wurde der Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 gesichtet. Er kann sich mit Intel- und AMD-CPUs messen, mit Apples M1 aber wohl nicht.

  2. Air4: Renault 4 als Flugauto neu interpretiert
    Air4
    Renault 4 als Flugauto neu interpretiert

    Der Air4 ist Renaults Idee, wie ein fliegender Renault 4 aussehen könnte. Mit der Drohne wird das 60jährige Jubiläum des Kultautos gefeiert.

  3. MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
    MS Satoshi
    Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

    Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
    Von Elke Wittich

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /