Höhere Gewinnmargen erhofft

Ebenso wichtig wie die Möglichkeit zur Fernlenkung der Lkw ist für Seltz-Axmacher der Betrieb der eigenen Lkw-Flotte. Denn dann könne das Unternehmen selbst entscheiden, wo und unter welchen Bedingungen die Lkw fahren könnten. Die Speditionsunternehmen seien zudem technisch nicht sehr fortschrittlich und kaum in der Lage, den Betrieb selbstfahrender Lkw zu übernehmen. Selbst wenn Starsky die autonomen Systeme und die Sicherheit perfektioniert hätte, hätte es Jahre gedauert, um mit dem Verkauf der Technik Gewinn machen zu können.

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Beim eigenen Betrieb der Lkw seien die Margen für die Investoren jedoch längst nicht so groß. Diese würden lieber hohe Margen bei wenig Umsatz als niedrigere Margen mit deutlich mehr Umsatz verbuchen.

Sicherheit nicht sexy

Zu guter Letzt moniert der gescheiterte Entwickler, dass das Thema Sicherheit in der Öffentlichkeit als nicht besonders interessant wahrgenommen wird. "Sicherheitstechnik besteht darin, das eigene Produkt intensiv zu dokumentieren, um die Ausfallbedingungen und die Schwere der Fehler zu kennen. Dann muss man die Häufigkeit dieser Bedingungen messen, um einschätzen zu können, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Produkt Menschen verletzen könnte gegenüber der Zahl der Verletzten, die als akzeptabel eingestuft wird", schreibt Seltz-Axmacher. Dieser Prozess sei so schwierig, dass das Starsky mehrere Jahre damit verbracht habe.

Der Erfolg dieser "unsichtbaren" Arbeit sei Investoren schwer zu vermitteln. Attraktiver seien hingegen Entscheidungsverfahren (decision maker) wie das automatische Überholen oder das Fahren auf innerörtlichen Straßen. Dabei spiele es keine Rolle, dass es noch sehr viel Arbeit bedeuten könne, diese Funktionen tatsächlich zuverlässig zu machen.

Die Nische war nicht klein genug

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Das Scheitern von Starsky bedeutet jedoch nicht, dass kleine Firmen beim autonomen Fahren nicht gegen die großen Konzerne ankommen können. So hat das Berliner Startup Enway mit selbstfahrenden Kehrmaschinen eine Nische entdeckt, die für einen Konzern wie Google, Daimler oder Volkswagen nicht interessant sein dürfte. Der Starsky-Konkurrent Otto, 2016 vom früheren Google-Entwickler Anthony Levandowski gegründet, wurde hingegen von Uber aufgekauft. Hier spielte es wohl eher eine Rolle, Know-how von Googles Autoprojekt über eine Art Scheinfirma zu Uber zu transferieren.

Mit ihrem erworbenen Wissen dürften auch die Starsky-Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt sicher gefragt sein. Vielleicht können sie damit doch noch dazu beitragen, dass in den nächsten zehn Jahren tatsächlich selbstfahrende Lkw auf der Straßen unterwegs sind.

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 Mooresches Gesetz gilt nicht
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Bluejanis 04. Apr 2020

+ eine gute Zukunft auf dem Arbeitsmarkt? Laut Artikel.

Vögelchen 04. Apr 2020

Oh mein Gott, das ist aber ein Traktor! Möglicherweise hat der ein 25er Schild hinten...

adorfer 01. Apr 2020

Projekten wie Solar Roadways oder Theranos sind die Blaupause für alle Indigogo...

.02 Cents 27. Mär 2020

1.000.000.000 / 1500 = 1.000.000 / 1.5 = 1.000.000 * 2/3 Das ist also abzüglich...



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