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Lieferroboter von Starship Technologies: Adressat bestellt den Roboter per App
Lieferroboter von Starship Technologies: Adressat bestellt den Roboter per App (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Kein zweiter Blick für den Roboter

Die Chancen, dass dieses Geschäftsmodell aufgeht, stehen gut: Experten sind überzeugt, dass künftig Lebensmittel weitgehend online eingekauft werden. Der Informatiker Antonio Krüger, Leiter des Innovative Retail Laboratory des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, etwa geht davon aus, dass "wir 80 Prozent unserer Lebensmittel geliefert bekommen" - und das bestimmt auch von den Robotern, die dann ebenso zum Straßenbild gehören wie der Pizzabote oder die Fahrrad fahrenden Essenskuriere.

Dass der Roboter keine Aufmerksamkeit errege, sei kein Problem. Ganz im Gegenteil, sagt Harris-Burland. Wenn der Roboter keinen Auflauf erzeuge, zeige das nämlich, dass er sich in das öffentliche Leben einfüge und akzeptiert werde. "Das Interessante, was wir herausgefunden haben, ist, dass 60 bis 65 Prozent der Leute dem Roboter keinen zweiten Blick schenken. Sie sehen den Roboter und gehen dann weiter", erzählt Harris-Burland. Allerdings, so gibt er zu, sei das anfangs etwas schwierig zu akzeptieren gewesen.

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Alle fragen nach Diebstahl

Und wenn er doch einmal mehr Aufmerksamkeit bekommt, als dem Betreiber lieb ist? "Nach Diebstahl und Vandalismus wird immer gefragt. Das ist die beliebteste Frage", sagt Harris-Burland. Sicher sei das möglich.

  • Der Lieferoboter von Starship Technologies in Hamburg - er soll sich möglichst unauffällig ins Stadtbild einfügen und wenig Aufmerksamkeit erregen. (Foto: Petra Vogt)
  • Er soll Pakete vom Paketshop zum Adressaten bringen - wann es diesem passt. (Foto: Petra Vogt)
  • In den Laderaum passt der Inhalt von drei bis vier Einkaufstaschen - etwa 10 kg. (Foto: Petra Vogt)
  • Den Roboter öffnen kann nur der Empfänger - er authentifiziert sich über eine App. (Foto: Petra Vogt)
  • Entwickelt wurde der Roboter von Ahti Heinla (l.) - und zwar als Marsrover für einen Nasa-Wettbewerb. (Foto: Joel Kowsky/Nasa)
  • Ein bisschen außerirdisch sieht er auch aus. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Roboter orientiert sich mit GPS und verschiedenen Sensoren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Sein spezielles Fahrwerk macht ihn sehr wendig ... (Foto: Petra Vogt)
  • ... und erlaubt es, Hindernisse zu überwinden - allerdings eher Bordsteine als Füße. (Foto: Petra Vogt)
  • Daimlers Vision Van könnte als rollender Hub für die Roboter eingesetzt werden. (Foto: Daimler)
  • Die Roboter werden automatisch beladen und schwärmen aus. (Foto: Daimler)
Den Roboter öffnen kann nur der Empfänger - er authentifiziert sich über eine App. (Foto: Petra Vogt)

Vorgekommen sei das aber im Laufe der 12.000 Testkilometer in 53 Städten noch nicht - der Roboter war unter anderem in der US-Hauptstadt Washington DC, in London, der estnischen Hauptstadt Tallinn oder in mehreren Städten der Schweiz im Einsatz. Das sei "bei weitem nicht so verbreitet, wie die Leute denken." Aber dass es vorkommt, zeigt das Beispiel des zerstörten Hitchbot.

Vorkehrungen gegen Diebstahl

Doch dafür hat Starship Technologies auch Vorkehrungen getroffen: Der Roboter ist mit einem GPS ausgestattet, so dass seine Position bestimmt werden kann. Durch die Kameras kann die Umgebung ermittelt werden. Schließlich gibt es ein Audiosystem, das einen Alarm absetzen oder über das das Bedienpersonal mit den Dieben kommunizieren kann. "Es gibt viele Maßnahmen zur Diebstahl-Verhinderung, um sicherzustellen, dass niemand das macht", sagt Harris-Burland. "Und wenn doch, dann machen sie das nicht noch einmal."

Hat sich niemand dem Roboter in den Weg gestellt, ist dieser in einer Viertel- bis einer halben Stunde an seinem Ziel. Der Empfänger wird bei Start benachrichtigt und kann in der App den Weg verfolgen. Eine weitere Benachrichtigung gibt es, wenn der Roboter vor der Tür steht.

Dann ist es höchste Zeit, zur Tür zu gehen - und das Smartphone nicht zu vergessen. Das braucht der Empfänger nämlich, um an sein Paket oder seine Einkäufe zu kommen: In der App erscheint eine Schaltfläche. Wird darauf getippt, sendet die App das Kommando an den Roboter, den Deckel zu öffnen - und da ist das erwartete Paket auch schon. Dann, wenn der Adressat es entgegennehmen möchte, und nicht dann, wenn der Bote vor verschlossener Tür steht.

 Lieferroboter oder Lieferdrohne

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Friedhelm 28. Sep 2016

Am Ende lieferte der DHL Mann gar nicht mehr. Bis Ende 2013 kamen duzende Pakete im 3...

TheUnichi 23. Sep 2016

Nach deiner Analyse ist es ja recht unproblematisch einen Juwelier zu überfallen. Nachts...

Achranon 22. Sep 2016

Da fehlt doch dann der entscheidende Teil mit den 100 Jungfrauen im Himmel. Nee, ich...

the_wayne 21. Sep 2016

Die Firma heißt "Starship Technologies". Aber der Roboter sieht aus wie ein Camping-Klo...

der_wahre_hannes 19. Sep 2016

Dir ist aber schon klar, dass so eine Packstation Platz braucht? Erstmal Platz für die...



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