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Starship: Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins All

Elon Musk präsentiert den Starship-Prototyp und kündigt eine schnelle Weiterentwicklung des Systems an. Mögliche Probleme klingen nur zwischen den Zeilen an.

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Im besten Fall sollen diese Bilder schon in einem halben Jahr Realität werden.
Im besten Fall sollen diese Bilder schon in einem halben Jahr Realität werden. (Bild: SpaceX / Screenshot (Golem.de))

2016 präsentierte Elon Musk zum ersten Mal seine Pläne für die Besiedelung des Mars und des restlichen Sonnensystems. Seitdem haben sich diese Pläne mehrfach geändert. In der Nacht zum Sonntag stellte er den aktuellen Stand der Entwicklung vor. Es war der 11. Jahrestag des ersten erfolgreichen Flugs einer Falcon-1-Rakete, die für die Präsentation neben dem Starship-Prototypen aufgebaut wurde.

Inhalt:
  1. Starship: Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins All
  2. Das Starship hat Hitzeschutzkacheln wie ein Spaceshuttle
  3. Alles hängt vom Dragon-Raumschiff ab

In den drei Jahren seit der ersten Präsentation sind Raumschiff und Trägerrakete etwas kleiner geworden. Der Durchmesser schrumpfte von 12 auf 9 Meter. Das Startgewicht gab Elon Musk diesmal mit rund 5.000 Tonnen an, nur die Hälfte des ursprünglich geplanten Gewichts. Die größten Planänderungen gab es aber im Oktober vergangenen Jahres: Der Wechsel von Kohlefaser zu Stahl als Baumaterial machte die Konstruktionspläne einfacher, billiger und vor allem schneller umsetzbar. Nur so konnten die Prototypen unter freiem Himmel aufgebaut werden.

Innerhalb eines Jahres konnte SpaceX so mit dem Starhopper erste flugfähige Hardware bauen und deren geplante Testreihe abschließen. Elon Musk hofft auf ein schnelles Voranschreiten der weiteren Entwicklung. Der erste Flug des ersten Starship-Prototyps, mit einer Flughöhe von 20 Kilometern, soll in ein bis zwei Monaten stattfinden. Dabei gibt er sich optimistisch, dass bis dahin auch die Genehmigungen dafür vorliegen. In einem Monat soll außerdem in Texas der Bau eines dritten Starship-Prototyps begonnen werden, der für Flüge in den Orbit geeignet sein soll. Erste Flüge in den Orbit sollen damit potenziell schon in 6 Monaten stattfinden können.

Das Starship von SpaceX nähert sich damit der Realität und - wenn es nach Elon Musk geht - auch der Traum von der Menschheit als multiplanetarer Spezies. Wie bei der Präsentation der Pläne ist auch der genaue Zeitplan noch nicht völlig klar. Die Präsentation begann um 3:15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, über eine Stunde später als angekündigt. Musk schränkte seine Zeitpläne aber damit ein, dass es dafür auch weiterhin exponentielle Fortschritte in der Verbesserung der Konstruktion und der Herstellung brauche.

Der Prototyp ist noch viel zu schwer

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Der erste Prototyp des 50 Meter hohen Raumschiffs wiegt mit 200 Tonnen Leergewicht noch deutlich mehr als die geplanten 120 Tonnen, obwohl er nur drei Triebwerke und wohl auch kleinere Treibstofftanks besitzt. Bei den nächsten Raumschiffen soll die gesamte Konstruktionsmethode überarbeitet werden. Anstatt die Ringsektionen des Rumpfes aus einzelnen Platten zusammenzubauen, soll flacher Stahl von der Rolle direkt mit einer Schweißnaht zu einem Zylinder zusammengeschweißt werden. Die Konstruktion soll wesentlich schneller sein und mit dünnerem Stahl auch Gewicht einsparen.

Ein weiterer Flaschenhals ist der Bau der Raptor-Triebwerke. Jedes der Raumschiffe soll mit sechs solcher Triebwerke ausgestattet werden. Die Trägerrakete selbst soll bis zu 37 Triebwerke aufnehmen können. Allerdings ist sie so flexibel, das jederzeit einige Triebwerke weggelassen werden können. Für den praktischen Flugbetrieb seien aber mindestens 24 notwendig.

Da immer zwei Prototypen gleichzeitig im Bau sind, müssten bis zum ersten orbitalen Flug etwa 100 Triebwerke hergestellt werden. Derzeit stellt SpaceX ein Triebwerk alle 8 bis 10 Tage her, nächstes Jahr soll es bereits ein Triebwerk pro Tag sein. Zum Vergleich: Um 12 Falcon-9-Raketen pro Jahr zu bauen, musste SpaceX ein Merlin-Triebwerk alle drei Tage herstellen.

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Das Starship hat Hitzeschutzkacheln wie ein Spaceshuttle 
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SanderK 02. Okt 2019

Smartphone und Tablet ist ja ein gutes Stichwort. Weswegen sollte der Ingenieurbegleiter...

Ach 02. Okt 2019

Also ich würde sagen, dass SpaceX schon ziemlich zeitig weiß, ob etwas physikalisch...

compoti 01. Okt 2019

Besonders spannend fand ich es, als die NASA laut gelacht hat, als Musk die Pläne für...

Dwalinn 01. Okt 2019

Blödsinn nur weil man nicht in der EU sein will heißt das doch nicht das man sich nicht...

raumfahrt-blog.de 01. Okt 2019

Wer sich für Raumfahrt interessiert, kann gerne meinen Blog besuchen: www.raumfahrt-blog...


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