Alles hängt vom Dragon-Raumschiff ab

Das alles setzt natürlich voraus, dass es zu keinen größeren Zwischenfällen und Fehlfunktionen kommt. Der erste Prototyp des Starships ist derweil nur zusammengesetzt, aber keineswegs abflugbereit. Die gesamte Konstruktion ist unerprobt und somit können alle Pläne von Elon Musk nur vorläufig sein. Ohnehin ist das Starship für SpaceX noch immer ein reines Nebenprojekt. Nur etwa 5 Prozent der gesamte Ressourcen von SpaceX werden darauf verwendet.

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Zurzeit steht die Fertigstellung des Dragon-Raumschiffs im Vordergrund. Dessen abschließender Sicherheitstest steht noch bevor. Ohne den darf kein Astronaut mit ihm ins All fliegen. Nasa-Chef Jim Bridenstine mahnte erst in dieser Woche SpaceX, weil die Firma noch keine Astronauten ins All gebracht hat. Der Zeitplan verzögerte sich zuletzt durch eine unerwartete Fehlfunktion eines Ventils im Drucksystem der Fluchttriebwerke. Die Fehlfunktion entstand, weil noch nie ein solches Fluchtsystem mit diesem Treibstoff gebaut wurde, das in Sekundenbruchteilen unter Druck gesetzt werden muss.

Solche unerwarteten Schwierigkeiten können beim Starship überall auftreten und die aufwendigsten Teile der Entwicklung stehen noch bevor. Wie Elon Musk in der Präsentation sagte, kann die Konstruktion eines neuen Systems sehr schnell umgesetzt werden. Den größten Arbeitsaufwand verursacht aber die Optimierung von Systemen. Alle Pläne für eine Umsetzung eines optimierten Starships, das kein Prototyp mehr ist, hängen damit von der Fertigstellung des Dragon-Raumschiffs ab. Zuvor sind schlicht nicht genügend Ingenieure frei, um den ständig steigenden Arbeitsaufwand für die Starship-Pläne leisten zu können.

Selbst dann dürfte die Unerfahrenheit von SpaceX im Bau von großen Raumschiffen eine allzu schnelle Entwicklung ausbremsen. Die Situation erinnert an die Falcon 1, die erst beim vierten Flug erfolgreich einen Orbit erreichte und deren geplante Wiederverwendung nie funktionierte. Ganz am Anfang der Präsentation gab Elon Musk zu: "Wir waren damals naiv. Wir hatten einen Fallschirm in der Rakete, um sie zu landen. Ich erinnere mich, wie ich auf den Fallschirmhersteller sauer war. - Aber nein. Es war nicht seine Schuld." Die Fallschirme zerrissen, weil die Belastung bei mehrfacher Überschallgeschwindigkeit einfach zu groß war.

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Bis der erste Mensch mit dem Starship fliegen kann, dürfte noch viel Zeit vergehen. Auch wenn Elon Musk auf die Möglichkeit vielleicht schon in einem Jahr hofft - vorausgesetzt alles funktioniert perfekt.

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 Das Starship hat Hitzeschutzkacheln wie ein Spaceshuttle
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MickeyKay 03. Feb 2020

Merke ich nichts von. Sogar im Gegenteil! In die Zeit vor der EU würde ich nie mehr...

SanderK 02. Okt 2019

Smartphone und Tablet ist ja ein gutes Stichwort. Weswegen sollte der Ingenieurbegleiter...

Ach 02. Okt 2019

Also ich würde sagen, dass SpaceX schon ziemlich zeitig weiß, ob etwas physikalisch...

compoti 01. Okt 2019

Besonders spannend fand ich es, als die NASA laut gelacht hat, als Musk die Pläne für...

raumfahrt-blog.de 01. Okt 2019

Wer sich für Raumfahrt interessiert, kann gerne meinen Blog besuchen: www.raumfahrt-blog...



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