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Das Starship hat Hitzeschutzkacheln wie ein Spaceshuttle

Mit der Präsentation konkretisierte Musk eine Reihe technischer Angaben. Das Starship soll leer 120 Tonnen wiegen, wobei auch weitere Einsparungen möglich seien. Die Nutzlast in einen niedrigen Erdorbit beträgt 150 Tonnen, die Nutzlast vom Orbit bei einer Landung auf der Erde noch 50 Tonnen. In den Tanks befinden sich beim Start 1.200 Tonnen Treibstoff. Die drei zentralen Raptor-Triebwerke sind schwenkbar und für den Flug in der Atmosphäre optimiert, die drei äußeren sollen starr montiert werden und für hohe Effizienz im Vakuum optimiert sein.

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Auch bei der Trägerrakete sollen nur die inneren sieben Triebwerke schwenkbar sein, während die restlichen starr montiert sind. Die vollgetankte Raketenstufe soll beim Start rund 3.500 Tonnen wiegen, mehr als die gesamte dreistufige Saturn-V-Mondrakete. Um über den niedrigen Erdorbit hinaus fliegen zu können, muss das Starship im Orbit aufgetankt werden. Dafür sind nach dem Start insgesamt acht Versorgungsflüge durch einen Tanker notwendig, um mit dem vollgetankten Raumschiff entfernte Ziele wie den Mond oder den Mars erreichen zu können.

Um den Wiedereintritt aus dem Orbit zu überstehen, sollen besonders stark belastete Teile des Raumschiffs mit leichten Glas-Keramik-Kacheln verkleidet werden. Erste Prototypen dieser Kacheln wurden bereits beim Wiedereintritt an einem Dragon-Frachter getestet, außerdem waren einige Kacheln am Starhopper-Prototyp befestigt. Durch die Wahl von Stahl zur Konstruktion des Rumpfes sollen die Kacheln wesentlich leichter sein als etwa beim Spaceshuttle. Der Grund ist die viel höhere Schmelztemperatur. So können die Kacheln dünner sein und damit auf der Innenseite viel höhere Temperaturen erreichen, ohne die Festigkeit des Rumpfes zu gefährden, an dem sie befestigt sind. Ganz anders ist das bei Konstruktionen aus Aluminium wie beim Shuttle.

Ein spektakulärer Schwenk leitet die Landung ein

Um den Wiedereintritt dennoch möglichst schonend zu gestalten, werden die Flossen des Starships anfangs dazu benutzt, um in den oberen Atmosphärenschichten einen gewissen Auftrieb zu generieren. Der längere Flug durch die dünne Luft verringert die maximale Heizleistung auf dem Hitzeschild, sodass mehr Zeit bleibt, um aufgenommene Wärmeenergie wieder als Wärmestrahlung abzugeben.

In der unteren Atmosphäre dienen die Flossen dagegen dazu, einen möglichst großen Luftwiderstand zu erzeugen und den Abstieg zu stabilisieren, ähnlich wie ein Fallschirmspringer, bevor er der Fallschirm zieht. Das Starship hat aber keinen Fallschirm. Stattdessen wird es kurz vor der Landung senkrecht aufgerichtet und in einem spektakulären Manöver mit den schwenkbaren Raptor-Triebwerken die Vorwärtsbewegung abgebremst und das Starship direkt neben der Startrampe gelandet. Auf diese Weise soll es schnellstmöglich wieder zum nächsten Flug starten können.

Durch schnelle Neustarts, bei denen das Starship ähnlich wie ein Flugzeug nur aufgetankt werden soll, soll auch die Qualifizierung im Testprogramm wesentlich schneller fortschreiten. Ein Starship kann problemlos zehnmal fliegen, während herkömmliche Raketen zehnmal komplett neu gebaut werden müssten. In den charakteristisch optimistischen Plänen von Musk sollen nun alle paar Monate neue, verbesserte Starship-Varianten gebaut werden. Vor dem Bau der ersten Trägerrakete sollen aber zunächst einmal vier Starship-Prototypen fertiggestellt werden.

Das alles sei genauso wie potenzielle erste Flüge in den Orbit schon in sechs Monaten denkbar und die ersten Flüge mit Besatzung bereits in einem Jahr. Aber das ist mehr als optimistisch.

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 Starship: Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins AllAlles hängt vom Dragon-Raumschiff ab 
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MickeyKay 03. Feb 2020

Merke ich nichts von. Sogar im Gegenteil! In die Zeit vor der EU würde ich nie mehr...

SanderK 02. Okt 2019

Smartphone und Tablet ist ja ein gutes Stichwort. Weswegen sollte der Ingenieurbegleiter...

Ach 02. Okt 2019

Also ich würde sagen, dass SpaceX schon ziemlich zeitig weiß, ob etwas physikalisch...

compoti 01. Okt 2019

Besonders spannend fand ich es, als die NASA laut gelacht hat, als Musk die Pläne für...

raumfahrt-blog.de 01. Okt 2019

Wer sich für Raumfahrt interessiert, kann gerne meinen Blog besuchen: www.raumfahrt-blog...


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