Starlink: SpaceX hat genug Satelliten für öffentlichen Betatest

Der Test für das Satelliteninternet startet in Nordamerika, wenn die Satelliten ihre endgültige Position eingenommen haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Aussetzen von Starlink-Satelliten
Aussetzen von Starlink-Satelliten (Bild: SpaceX)

Starlink ist bereit für eine öffentliche Betaversion: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat mit einem weiteren Start genug Satelliten im All, um Internetdienste in Teilen Nordamerikas anbieten zu können. Wann es so weit sein wird, ist allerdings noch unklar.

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Mit dem Start von 60 weiteren Satelliten hat SpaceX nun über 700 Satelliten in der Erdumlaufbahn. Diese sind allerdings noch nicht auf ihrer endgültigen Position. Sobald sie diese eingenommen hätten, werde SpaceX "eine ziemlich große öffentliche Betaversion im Norden der USA und hoffentlich auch im Süden Kanadas" durchführen, twitterte SpaceX-Chef Elon Musk. "Andere Länder werden folgen, sobald wir die behördliche Genehmigung erhalten."

SpaceX bildet Gruppen zu 20 Satelliten

Bis alle Satelliten auf ihrer endgültigen Postion sind, wird es wohl gut vier Monate dauern. SpaceX teile die 60 Satelliten normalerweise in drei Gruppen zu je 20 auf, sagte Jonathan McDowell dem US-Onlinemagazin Ars Technica. Er ist Astrophysiker am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics und betreibt eine Website zu Starlink. Die Gruppen würden dann jeweils in Abständen von 45 Tagen positioniert. Die letzte Gruppe wäre demnach Mitte Februar einsatzbereit. Im April hatte Musk einen Start für eine öffentliche Beta für den Herbst angekündigt.

Seit Juli läuft ein Test des Salliteninternets in ländlichen Teilen des US-Bundesstaates Washington. Obwohl sich SpaceX Stillschweigen ausbedungen hatte, sickerten einige Daten durch. Danach waren die Latenzen niedrig, die Datenraten lagen unter den angekündigten maximal 1 GBit/s.

Satelliten erschweren die astronomische Himmelsbeobachtung

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Starlink ist eine Satellitenkonstellation, die schnelles Internet überall auf der Erde verfügbar machen soll. In der vollständigen Ausbaustufe soll sie aus 12.000 Satelliten bestehen. Experten sehen diese Megakonstellationen skeptisch. Sie befürchten eine Verschärfung des Problems mit Weltraummüll. Zudem wird kritisiert, dass die Satelliten das Bild des Nachthimmels verändern. Satelliten, die das Sonnenlicht reflektieren, stören die Sensoren der Teleskope auf der Erde und erschweren so die astronomische Himmelsbeobachtung.

Dieses Problems hat sich SpaceX angenommen: Einer der Satelliten ist mit einer Einrichtung ausgestattet, die verhindern soll, dass die Unterseite des Satelliten Sonnenlicht zur Erde reflektiert. Das System besteht aus einem schwarzen Schaum, der durchlässig für die Radiowellen der Antennen auf der Unterseite ist. Damit ausgestattete Satelliten sollen mit dem bloßen Auge nicht mehr sichtbar sein.

Bei einem früheren Versuch, die Helligkeit der Satelliten zu verringern, hatte SpaceX diese mit schwarzer Farbe überzogen. So konnte die Reflektivität um etwa 55 Prozent gesenkt werden. Das reichte aber nicht aus, um die Teleskope nicht mehr zu stören. Zudem führte das zu Hitzeproblemen im Flugkörper. Diese sollten mit dem Sonnenschirm nicht mehr auftreten: Der ist nicht direkt mit dem Satelliten verbunden und leitet die Wärme nicht an ihn ab.

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SirAstral 14. Okt 2020

https://spacenews.com/spacex-plans-to-start-offering-starlink-broadband-services-in...

SirAstral 14. Okt 2020

Nicht zu vergessen https://astronomy.com/magazine/ask-astro/2014/07/space-debris So...

picaschaf 09. Okt 2020

Wenn der Orbit belegt ist haben sie eben Pecht. Dann hätten sie früher den Arsch...

Dwalinn 09. Okt 2020

Welche "Astronomen"? Das ist schließlich eine große Gruppe da wird es immer...

deutscher_michel 08. Okt 2020

..bin ich vor einigen Wochen drüber gestolpert und das hört sich schon echt übel an, was...



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