SpaceX will Helligkeit weiter reduzieren

Magnettorquer sind Magnetspulen, die zusammen mit dem Erdmagnetfeld wie Kompassnadeln reagieren. Damit bilden sie eine mögliche Gegenkraft zum Beschleunigen oder Abbremsen von Drehbewegungen im Vakuum, ohne Treibstoff zu benötigen. Sobald der Prozess abgeschlossen ist und die Satelliten stabilisiert sind, sollten die hellen Flares der Vergangenheit angehören. Theoretisch reflektieren senkrechte Solarzellen Sonnenlicht nur von der Erde weg, wenn die Sonne unter dem Horizont steht.

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Es ist auch möglich, dass nicht die Solarzellen, sondern die Antennen auf der Unterseite der Satelliten das Licht reflektieren, ähnlich wie die Iridium-Satelliten. Beobachtungen der Aufhellung in nördlicher Richtung sprechen für diese Möglichkeit. Unabhängig von der Ursache hat Elon Musk angekündigt, die Helligkeit der nächsten Satelliten reduzieren zu wollen. Um Störungen von astronomischen Beobachtungen zu vermeiden, soll in deren Nähe auch die Ausrichtung der Satelliten geändert werden.

Unabhängig von möglichen Verbesserungen der Satelliten hat deren Helligkeit inzwischen stark abgenommen. Zur Helligkeit wird in der Astronomie die Magnitudenskala (mag) verwendet. Darin sinkt die Helligkeit mit größeren Zahlen. Ein Unterschied von mag 5 entspricht der 100-fachen Helligkeit. Sterne über mag 6 sind mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar, die hellsten Sterne haben etwa mag 0, Sirius als hellster Stern mag -1,4. Helle Planeten wie Jupiter oder Mars erreichen mag -3, Venus auch unter mag -4.

Satelliten sind zumeist nur mit Fernglas sichtbar

Bei frühen Beobachtungen erreichten Flares der Starlink Satelliten noch regelmäßig mag -3 bis -4. Das ist in etwa die Helligkeit der Internationalen Raumstation ISS. Außerhalb der Flares waren sie als mittelhelle Sterne mit mag 3 bis mag 4 gut sichtbar. Aber seit Sonntag berichten viele Beobachter, dass sie nur noch im Fernglas oder bestenfalls knapp mit dem Auge sichtbar sind.

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Auf Videoaufnahmen vom Sonntag sind sie etwas weniger hell als mag 6. Wenn die Satelliten auf ihrer 550 Kilometer hohen Umlaufbahn ankommen, wird dieser Wert durch die größere Entfernung noch einmal um etwa mag 0,5 steigen. Der Einfluss der Starlink-Satelliten auf den Nachthimmel wird also nicht davon abhängen, ob sie am Himmel stehen und von der Sonne beleuchtet werden, sondern wie regelmäßig Flares entstehen. Solange die Satelliten kein Licht direkt reflektieren, sind sie ohne Fernglas, Karte und Zeitangaben des Überflugs nicht sichtbar.

Schon heute können nach der über 44.000 Objekte umfassenden Datenbank der Webseite Heavens-Above jederzeit mehrere Satelliten oder Raketenstufen heller als mag 4,5 am Himmel beobachtet werden. Vorausgesetzt, dass ein häufiges Auftreten heller Flares vermieden werden kann, hätte auch die vollständige Konstellation aus rund 12.000 Satelliten keinen nennenswerten Einfluss auf den Sternenhimmel.

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 Starlink: Satelliten am Nachthimmel
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