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Elon Musks Probleme mit den Naturgesetzen

Laut Osvaldik schätzt T-Mobile US, dass "über eine Milliarde Femtozellen" erforderlich wären, um eine ausreichende Netzabdeckung im Außenbereich unter den bestehenden Interferenz- und Backhaul-Problemen zu erzielen. Die Kosten lägen über 100 Milliarden US-Dollar. "Das ist einfach nicht vorstellbar", betonte Osvaldik. "Die Physik lässt es einfach nicht zu, dass Direct-to-Cell zu einem Ersatzprodukt" für terrestrischen Mobilfunk werde. "Man kommt nicht durch Gebäude oder Wände. Man kommt nicht einmal durch die Windschutzscheibe eines Tesla", sagte Osvaldik.

Technisch funktioniert Mobilfunk aus dem All tatsächlich nur eingeschränkt: Bei dem langen Signalweg der Starlink-Satelliten zur Erde geht sehr viel Energie verloren. Die Signalstärke nimmt im Quadrat zur Entfernung ab. Dadurch funktioniert Satellitenmobilfunk nur unter freiem Himmel zuverlässig, in Gebäuden teils gar nicht.

Bei gleicher Frequenzbandbreite lassen sich weniger Daten übertragen. An diesen physikalischen Gesetzen können auch die Sprüche von Musk und seiner Top-Managerin nichts ändern.

Die Frequenzen, die SpaceX von Echostar (Dish Network) für rund 17 Milliarden US-Dollar erworben hat, sind das AWS-4-Band bei 2 GHz, sowie das H-Block-Band. Das AWS-4-Band ist von seinen physikalischen Eigenschaften und von der Lizenzierung optimal für Signale aus dem Weltall ausgelegt. SpaceX kann mit dem Frequenzbereich ein hybrides Netz betreiben: Die gleichen 65 MHz können von den Starlink-Satelliten im Weltall und von den Bodenstationen/Small Cells auf Hausdächern verwendet werden.

Doch der Umfang beträgt nur 65 MHz. Etablierte US-Anbieter wie T-Mobile US, AT&T oder Verizon besitzen jeweils über 300 MHz im kombinierten Nieder- und Mittelband-Spektrum. Wenn SpaceX diese 65 MHz nun gleichzeitig vom Weltall und über Millionen dezentraler Small Cells am Boden ausstrahlen will, entsteht auf exakt denselben Frequenzen ein massives Problem mit Interferenzen (Signalüberlappungen).

Auch Verizon sieht kein Problem durch Starlink Mobile

T-Mobile US hat eine exklusive Partnerschaft mit Starlink für mobile Satelliten-D2D-Dienste, die mindestens bis zum Jahresende läuft. Laut T-Mobile US ist die Nutzung der mobilen Satellitenversorgung extrem gering und macht lediglich 0,0002 Prozent der gesamten Netzwerknutzung aus.

Auch Verizon-Chef Dan Schulman hatte auf der Communacopia + Technology Conference von Goldman Sachs(öffnet im neuen Fenster) gesagt: "Ich bin davon überzeugt, dass Satellitenlösungen eher einen ergänzenden Dienst, und mittel- bis langfristig keine direkte Konkurrenz darstellen, sei es bei Breitbandanschlüssen für Privathaushalte oder bei der direkten Verbindung zum Endgerät. Ohne ein terrestrisches Netz können sie in städtischen und vorstädtischen Gebieten schlicht nicht konkurrieren", so Schulman.


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