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Starlink-Konkurrenz: Chinas Satelliteninternet drängt auf brasilianischen Markt

Brasilien will nicht nur einen Anbieter für Satelliteninternet . Mit dem chinesischen Anbieter erhält der Staat mehr Unabhängigkeit von Starlink und Elon Musk .
/ Patrick Klapetz
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Luiz Inácio Lula da Silva macht Elon Musk das Leben schwer (Symbolbild, Collage). (Bild: SpaceX, Pixabay, golem.de)
Luiz Inácio Lula da Silva macht Elon Musk das Leben schwer (Symbolbild, Collage). Bild: SpaceX, Pixabay, golem.de

Der chinesische Internetsatelliten-Anbieter Spacesail macht Elon Musks Starlink-Netzwerk auf dem brasilianischen Markt Konkurrenz(öffnet im neuen Fenster) . Chinas Präsident Xi Jinping und sein brasilianischer Amtskollege Luiz Inácio Lula da Silva haben laut der britischen Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) am 18. November 2024 den Status der diplomatischen Beziehungen aufgewertet und Vereinbarungen über Infrastruktur, Energie und Agrarindustrie getroffen.

Spacesail unterzeichnete während des Staatsbesuchs ein Memorandum mit dem staatlichen brasilianischen Telekommunikationsunternehmen Telebras über die Bereitstellung von Satellitenkommunikation und Breitband-Internetdiensten für das lateinamerikanische Land.

Brasilien gegen Elon Musk?

Die Vereinbarung wurde getroffen, kurz nachdem der Oberste Gerichtshof Brasiliens die Bankkonten von Starlink im Land vorübergehend einfror(öffnet im neuen Fenster) . Dies geschah am 8. Oktober 2024, um Musk in einem Streit zwischen dem Gericht und der Social-Media-Plattform X zur Zahlung von Geldstrafen zu zwingen. Musk gab schließlich nach .

"Wir arbeiten an der Möglichkeit für die brasilianische Gesellschaft, dass mehr als ein Unternehmen den Service anbietet, der für die Bevölkerung heute unerlässlich und grundlegend ist, insbesondere in abgelegenen Gebieten" , sagte Kommunikationsminister Juscelino Filho CNN Brasil.

Chinas und Musks Megakonstellationen

China hat derzeit 1.059 Satelliten im Orbit, 492 davon sind kommerzielle Satelliten, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Derzeit befinden sich etwa 6.000 Starlink-Satelliten in der Erdumlaufbahn. Um dieses Defizit aufzuholen, starteten chinesische Unternehmen - kommerzielle und staatliche - eine Vielzahl von Satelliten für die niedrige Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo).

Am 8. März 2023 berichtete Reuters(öffnet im neuen Fenster) über eine chinesische Studie der Volksbefreiungsarmee. Die Forschungsgruppe untersuchte den Einsatz von Starlink-Satelliten im Krieg in der Ukraine zwischen 2021 und 2023. Dabei warnten sie vor den Risiken für die Volksrepublik, falls es zwischen China und den USA zu einem bewaffneten Konflikt kommen sollte. Eine Alternative soll eine chinesische Megakonstellation aus Tausenden von Satelliten schaffen.

"Die von Spacesail für Brasilien bereitgestellten Satellitenkommunikationsdienste werden auf der Grundlage des Projekts Thousand Sails Constellation realisiert, einer riesigen Satellitenkonstellation in niedriger Umlaufbahn, die ein Vollfrequenzband-, Mehrschicht- und Multi-Orbit-Design annimmt" , heißt es in einer Erklärung von Spacesail.


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